Meine Tante hatte mich letztes Jahr zu einem Sonntagsessen eingeladen und fragte, ob ich nicht ein “besonderes Dessert” mitbringen könnte. Sie meinte: “Kannst du nicht einfach die Quitten aus Omas Garten nehmen und sie irgendwie backen?” Ich startete eine Erklärung, warum Quitten roh ja eigentlich steinhart sind und man sie erst ewig kochen müsse – dann hielt ich inne. Sie hatte recht. Warum eigentlich nicht einfach backen? Ich war so festgefahren in meinem Wissen, dass Quitten klassisch zu Mus oder Gelee verarbeitet werden, dass ich die einfachste Lösung übersehen hatte. Also probierte ich es aus. Und was soll ich sagen – ich wurde eines Besseren belehrt. Diese gebackenen Quitten mit Zimt-Honig und Walnüssen sind seitdem mein absoluter Geheimtipp für jedes Herbstmenü, bei dem ich meine Gäste beeindrucken will.
Ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass so etwas Einfaches so unglaublich gut schmecken kann. Die Quitten werden im Ofen butterweich, fast wie Birnen, aber mit diesem ganz eigenen, leicht parfümierten Aroma, das man nur von Quitten kennt. Und dann der Zimt-Honig, der in die weichen Früchte einzieht – kombiniert mit den knackigen Walnüssen. Das ist Herbst auf dem Teller, pur und ehrlich. Vielleicht kennst du das ja, wenn man eine Idee im Kopf hat und dann plötzlich merkt, dass der einfachere Weg manchmal der bessere ist. Genau so ging es mir mit diesem Rezept.
Ich habe es inzwischen auf drei Dinnerpartys serviert – jedes Mal war es das erste Dessert, das leer war. Die Gäste fragen immer nach dem Rezept, und ich muss dann gestehen, dass es eigentlich die Idee meiner Tante war. Aber hey, ich nehme den Ruhm trotzdem gern mit. Dieses gebackene Quitten-Dessert ist so unkompliziert, dass du es sogar vorbereiten und dann einfach in den Ofen schieben kannst, während deine Gäste noch beim Hauptgang sind. Perfekt für alle, die beim Kochen für Freunde und Familie glänzen wollen, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Dieses Dessert ist der Beweis, dass die besten Gerichte oft die einfachsten sind. Ich habe es inzwischen bestimmt ein Dutzend Mal gemacht und jedes Mal wurde ich nach dem Rezept gefragt. Hier ist, warum es auch bei dir zum absoluten Favoriten werden wird:
- Überraschend einfach: Du brauchst nur fünf Zutaten und etwa 10 Minuten aktive Vorbereitungszeit. Der Ofen macht den Rest der Arbeit.
- Saisonale Zutaten: Quitten haben im Herbst Saison, und dieses Rezept bringt ihren einzigartigen Geschmack perfekt zur Geltung. Keine exotischen Zutaten, die du extra suchen musst.
- Perfekt zum Vorbereiten: Du kannst die Quitten schon am Morgen vorbereiten und dann vor dem Servieren nur noch in den Ofen schieben. Ideal, wenn du Gäste hast und nicht in der Küche verschwinden willst.
- Garantiert ein Publikumsliebling: Das Aroma von gebackenen Quitten mit Zimt und Honig füllt die ganze Wohnung – deine Gäste werden schon beim Betreten der Tür wissen, dass etwas Besonderes auf sie wartet.
- Gesünder als die meisten Desserts: Kein raffinierter Zucker, keine Sahne oder Butter – nur die natürliche Süße der Quitten und etwas Honig. Das macht das Dessert auch für alle, die sonst auf Süßes verzichten, zu einem Genuss.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Die Zubereitungsmethode. Die meisten Rezepte für Quitten verlangen stundenlanges Köcheln, um die Früchte weich zu bekommen. Durch das Backen bleiben die Quitten bissfester und verlieren weniger von ihrem intensiven Aroma. Die Kombination aus der leichten Säure der Quitten, dem süßen Honig und dem warmen Zimt ist einfach unschlagbar. Und die Walnüsse geben dem Ganzen den perfekten Crunch – so wird aus einem einfachen Ofendessert ein echtes Geschmackserlebnis.
Was du an Zutaten brauchst
Dieses Rezept lebt von der Qualität seiner wenigen Zutaten. Jede einzelne spielt eine wichtige Rolle, und ich verrate dir, worauf du achten solltest.
Die Hauptdarstellerin: Die Quitte
- 4 reife Quitten (ca. 800 g – 1 kg) – Achte darauf, dass sie fest sind und keine Druckstellen haben. Die Schale sollte leuchtend gelb sein, fast wie eine Zitrone, und die Früchte sollten intensiv duften. Reife Quitten erkennt man an ihrem betörenden, fast tropischen Duft. Ich kaufe meine am liebsten auf dem Wochenmarkt, wo ich die Früchte noch riechen kann. (Tipp: Unreife Quitten sind grünlich und duften kaum – lass sie ein paar Tage bei Zimmertemperatur nachreifen.)
Die Süße: Der Honig

- 4 EL flüssiger Honig (ca. 60 g) – Am besten nimmst du einen milden Blütenhonig oder Akazienhonig, der nicht zu dominant ist. Ich verwende gerne einen regionalen Honig vom Imker um die Ecke – der schmeckt nicht nur besser, sondern unterstützt auch die lokale Imkerei. Falls du vegan lebst, kannst du den Honig durch Ahornsirup ersetzen, aber ich finde, Honig harmoniert am besten mit dem Quittenaroma.
Das Gewürz: Zimt
- 1 TL gemahlener Zimt (oder 2 Zimtstangen) – Ich empfehle Ceylon-Zimt, der ist feiner und aromatischer als der günstigere Cassia-Zimt. Wenn du Zimtstangen verwendest, leg einfach eine Stange mit in die Backform – das Aroma verteilt sich dann sanfter. Für dieses Rezept mag ich aber den gemahlenen Zimt lieber, weil er sich besser mit dem Honig vermischt.
Der Crunch: Walnüsse
- 60 g Walnüsse (ca. eine Handvoll) – Am besten kaufst du ganze Walnüsse und knackst sie selbst, aber gehackte Walnüsse aus der Tüte tun es auch. Ich röste die Walnüsse vorher kurz in einer trockenen Pfanne an – das bringt ihr Aroma noch viel besser zur Geltung. Achte darauf, dass die Walnüsse nicht ranzig schmecken (vor dem Kauf kurz riechen!).
Das Extra: Butter und Zitrone
- 20 g kalte Butter (in kleinen Flöckchen) – Die Butter gibt den Quitten eine herrlich cremige Note und hilft, die Honig-Zimt-Mischung zu einer leichten Sauce zu verbinden. Du kannst auch vegane Margarine verwenden, aber Butter schmeckt einfach am besten.
- Saft einer halben Zitrone – Verhindert, dass die Quitten im Ofen braun werden, und gibt eine frische Säure, die perfekt mit der Süße harmoniert.
- Eine Prise Salz – Klingt komisch, aber eine winzige Prise Salz in der Honig-Zimt-Mischung hebt alle Aromen hervor. Vertrau mir!
Die meisten dieser Zutaten hast du bestimmt schon zu Hause. Nur die Quitten sind vielleicht nicht immer im Supermarkt zu finden – aber auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Obstabteilungen wirst du sie im Herbst auf jeden Fall entdecken. Und es lohnt sich, sie zu suchen!
Was du an Küchengeräten brauchst
Für dieses Rezept brauchst du keine spezielle Ausrüstung. Die meisten Dinge hast du garantiert in deiner Küche:
- Eine ofenfeste Form (ca. 20 x 30 cm) – Eine Auflaufform oder eine kleine Backform reicht völlig. Ich verwende gerne eine Keramikform, weil sie die Wärme gleichmäßig verteilt, aber eine Glasform tut es auch.
- Ein scharfes Messer – Quitten sind ziemlich hart, besonders wenn sie noch nicht ganz reif sind. Ein gutes, scharfes Messer ist hier Gold wert.
- Ein Sparschäler – Zum Schälen der Quitten. Ein normaler Kartoffelschäler funktioniert perfekt.
- Ein kleiner Topf – Für die Honig-Zimt-Mischung. Wenn du keinen kleinen Topf hast, geht es auch in der Mikrowelle (einfach kurz erhitzen).
- Ein Backblech – Unter die Form legen, falls beim Backen etwas überläuft. (Glaub mir, ich hab schon einmal den Ofen geputzt.)
- Optional: Eine kleine Pfanne – Zum kurz anrösten der Walnüsse. Das ist nicht zwingend nötig, aber ich empfehle es sehr.
Falls du keine ofenfeste Form hast: Du kannst die Quitten auch in einer kleinen Kuchenform oder sogar in einem Bräter zubereiten. Hauptsache, die Früchte liegen nebeneinander und nicht übereinander. Ich habe einmal eine zu kleine Form verwendet und die Quitten gestapelt – das Ergebnis war, dass die unteren nicht gar wurden. Also lieber eine etwas größere Form nehmen!
So bereitest du die gebackenen Quitten zu
Jetzt wird es praktisch. Ich führe dich Schritt für Schritt durch die Zubereitung, damit wirklich alles gelingt. Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst!
Schritt 1: Den Ofen vorheizen
Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft 160 °C). Wenn du einen kleinen Ofen hast, lass ihn ruhig 10 Minuten länger vorheizen – die Temperatur sollte stabil sein, bevor die Quitten hineinkommen. Ich mache das immer direkt als Erstes, dann kann der Ofen schon auf Temperatur kommen, während ich die Quitten vorbereite.
Schritt 2: Die Quitten vorbereiten
Wasche die Quitten gründlich unter fließendem Wasser. Der Flaum auf der Schale lässt sich leicht abreiben – einfach mit den Fingern oder einem sauberen Tuch abrubbeln. Schäle die Quitten dann mit einem Sparschäler. Die Schale ist dünn, aber die Früchte sind hart – also nimm dir Zeit und pass auf die Finger auf! Halbiere die Quitten dann längs und entferne das Kerngehäuse mit einem kleinen Löffel oder einem Melonenausstecher. Die Kerne sind übrigens leicht giftig, also wirklich gründlich entfernen. Ich schneide die Hälften dann noch einmal quer durch, sodass ich Viertel habe – so werden sie gleichmäßiger gar.
Tipp aus meiner Küche: Sobald du die Quitten angeschnitten hast, beträufel sie sofort mit etwas Zitronensaft. Sie oxidieren nämlich sehr schnell und werden braun. Das schmeckt zwar nicht schlecht, sieht aber nicht so hübsch aus. Zitronensaft hält sie schön hell.
Schritt 3: Die Honig-Zimt-Mischung zubereiten
Gib den Honig, den gemahlenen Zimt, den Zitronensaft und eine Prise Salz in einen kleinen Topf. Erwärme alles bei niedriger Hitze, bis der Honig flüssig wird und sich die Zutaten verbinden. Rühre dabei ständig um – Honig brennt schnell an, wenn du ihn unbeaufsichtigt lässt. Nimm den Topf vom Herd, sobald die Mischung homogen ist. Sie sollte nicht kochen, nur warm werden.
Wenn du Zimtstangen verwendest: Erhitze den Honig mit den Zimtstangen und lass ihn dann 5 Minuten ziehen. Nimm die Stangen vor dem Übergießen wieder heraus. Das gibt ein dezenteres Zimtaroma.
Schritt 4: Die Walnüsse vorbereiten
Hacke die Walnüsse grob – nicht zu fein, ein paar größere Stücke sind schön für die Optik. Wenn du magst, röste sie jetzt kurz in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze an. Das dauert nur 2-3 Minuten, und du wirst sofort den Unterschied riechen: Die Nüsse werden aromatischer und leicht nussig im Geschmack. Achte darauf, dass sie nicht verbrennen – sie sollen nur goldbraun werden. Schütte sie dann sofort auf einen Teller, damit sie nicht nachgaren.
Schritt 5: Die Quitten in die Form geben
Lege die Quittenviertel mit der Schnittfläche nach oben in die ofenfeste Form. Sie sollten nebeneinander liegen, nicht übereinander gestapelt. Wenn die Form zu groß ist und die Quitten herumrutschen, ist das kein Problem – sie schrumpfen beim Backen ein wenig und finden ihren Platz. Gieße die Honig-Zimt-Mischung gleichmäßig über die Quitten. Verteile die kalten Butterflöckchen darauf und streue die gehackten Walnüsse darüber.
Mein persönlicher Trick: Ich hebe die Quitten nach dem Übergießen noch einmal kurz mit einem Löffel an, damit die Honigmischung auch unter die Früchte fließt. So werden sie von allen Seiten aromatisiert.
Schritt 6: Backen – der wichtigste Teil
Schiebe die Form auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen. Backe die Quitten für 30-35 Minuten. Nach etwa 20 Minuten solltest du einen Blick hineinwerfen: Die Quitten sollten langsam weich werden und die Honig-Zimt-Mischung anfangen zu blubbern. Wenn die Quitten zu trocken aussehen, kannst du 2-3 EL Wasser in die Form gießen – das verhindert, dass der Honig karamellisiert und anbrennt.
Die Quitten sind fertig, wenn sie mit einer Gabel leicht durchstochen werden können. Sie sollten weich sein, aber nicht zerfallen – sie sollen noch Biss haben. Die Honig-Zimt-Mischung sollte zu einer leichten, sirupartigen Sauce geworden sein. Wenn du magst, kannst du die Quitten in den letzten 5 Minuten noch einmal mit der Sauce aus der Form übergießen, damit sie schön glänzen.
Schritt 7: Servieren
Nimm die Form aus dem Ofen und lass die Quitten 5 Minuten abkühlen. Sie sind heiß! Serviere sie warm, am besten mit einem Klecks Crème fraîche, Vanilleeis oder – mein Favorit – mit einem Löffel griechischem Joghurt. Die Kühle des Joghurts harmoniert perfekt mit der warmen, süßen Quitte. Streue vor dem Servieren noch ein paar frische Walnussstücke darüber für den Crunch.
Tipps und Tricks für perfekte gebackene Quitten
Ich habe bei diesem Rezept einiges gelernt – manchmal durch Trial and Error. Hier sind meine besten Tipps, damit es dir gleich beim ersten Mal gelingt:
Die richtige Quitte wählen: Nicht alle Quitten sind gleich. Es gibt Apfelquitten (rundlich) und Birnenquitten (länglich). Beide eignen sich zum Backen, aber Birnenquitten werden oft etwas schneller weich. Ich persönlich mag Apfelquitten lieber, weil sie ihr Aroma intensiver behalten. Achte auf jeden Fall darauf, dass die Quitten reif sind – sie sollten stark duften und die Schale sollte vollständig gelb sein.
Nicht zu lange backen: Quitten können schnell von “perfekt weich” zu “matschig” werden. Behalte sie im Auge! Nach 25 Minuten das erste Mal testen. Wenn die Gabel noch Widerstand spürt, lass sie noch 5-10 Minuten länger im Ofen. Jeder Ofen ist anders – mein alter Ofen hat 35 Minuten gebraucht, mein neuer nur 28.
Die Sauce retten: Wenn die Honig-Zimt-Mischung zu dick wird oder anzubrennen droht, einfach einen Schuss Wasser oder Orangensaft dazugeben und vorsichtig umrühren. Die Sauce sollte sirupartig sein, nicht klebrig. Einmal habe ich vergessen, Wasser dazuzugeben, und der Honig wurde zu harten Karamellstücken – das war zwar auch lecker, aber nicht das, was ich wollte.
Vorbereiten für Gäste: Du kannst die Quitten am Morgen vorbereiten (schälen, entkernen, in die Form legen) und mit Zitronensaft beträufelt im Kühlschrank aufbewahren. Die Honig-Zimt-Mischung kannst du ebenfalls vorbereiten und kalt stellen. Kurz vor dem Servieren dann nur noch die Mischung darübergießen, Walnüsse und Butter drauf und ab in den Ofen. So hast du mehr Zeit für deine Gäste!
Mein größter Fehler: Beim ersten Mal habe ich die Quitten nicht geschält. Die Schale wird beim Backen zwar weicher, aber sie bleibt zäh und faserig – nicht angenehm zu essen. Also ja, schälen ist ein Muss. Und ich habe einmal vergessen, die Kerne zu entfernen – das war eine ziemlich bittere Überraschung. Also wirklich gründlich arbeiten!
Variationen und Anpassungen
Dieses Grundrezept ist schon perfekt, aber du kannst es natürlich nach deinem Geschmack anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
Mit anderen Nüssen: Statt Walnüssen passen auch Pekannüsse, Mandeln (gehobelt) oder Haselnüsse. Ich habe einmal eine Mischung aus Walnüssen und Pinienkernen verwendet – das war fantastisch! Die Pinienkerne geben eine buttrige Note, die wunderbar mit dem Honig harmoniert.
Gewürzvariationen: Neben Zimt kannst du auch eine Prise Kardamom, Nelkenpulver oder sogar etwas gemahlenen Ingwer hinzufügen. Im Winter liebe ich eine Variante mit Lebkuchengewürz – das schmeckt nach Weihnachten auf dem Teller. Für eine orientalische Note probier eine Prise gemahlenen Koriander und etwas Rosenwasser.
Andere Süßungsmittel: Statt Honig kannst du Ahornsirup, Agavendicksaft oder sogar Dattelsirup verwenden. Jede Süße gibt ein leicht anderes Aroma. Ahornsirup ist etwas dünnflüssiger, also reduziere die Backzeit um 2-3 Minuten. Dattelsirup ist kräftiger im Geschmack – davon etwas weniger nehmen.
Für Veganer: Ersetze den Honig durch Ahornsirup und die Butter durch vegane Margarine oder Kokosöl. Das funktioniert einwandfrei. Ich habe es mit Kokosöl getestet – es gibt den Quitten eine leichte, exotische Note, die überraschend gut passt.
Als herzhafte Variante: Ja, das klingt komisch, aber gebackene Quitten passen auch hervorragend zu Käse! Lass den Honig weg, würze die Quitten mit Thymian, Rosmarin und etwas Olivenöl, und serviere sie zu einem kräftigen Blauschimmelkäse oder Ziegenkäse. Ein toller Aperitif für eine Dinnerparty!
Servieren und Aufbewahren
Gebackene Quitten schmecken am besten warm, direkt aus dem Ofen. Aber auch lauwarm oder bei Zimmertemperatur sind sie ein Genuss. Hier sind meine besten Tipps für das Servieren und Aufbewahren:
Serviervorschläge: Ich serviere die Quitten am liebsten in der Backform auf dem Tisch – das sieht rustikal und einladend aus. Dazu gebe ich eine Schüssel mit kaltem Joghurt oder Vanilleeis, damit sich jeder selbst bedienen kann. Ein Klecks Crème fraîche mit etwas Zimt bestäubt ist auch wunderbar. Für einen besonderen Anlass kannst du die Quitten auf kleinen Tellern anrichten, mit der Honigsauce beträufeln und mit Minzblättern garnieren.
Was dazu passt: Zu diesem Dessert passen hervorragend ein Glas trockener Weißwein (z.B. ein Riesling aus dem Rheingau) oder ein milder Rotwein. Für die alkoholfreie Variante: Ein warmer Apfelpunsch oder einfach ein guter Kräutertee. Als Hauptgang vorher empfehle ich etwas Herzhaftes wie einen Kürbis-Risotto mit Salbei oder eine wärmende Kürbissuppe – das passt perfekt in die Herbstsaison.
Aufbewahren: Übrig gebliebene Quitten (falls es welche gibt!) kannst du in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahren. Die Sauce wird beim Abkühlen etwas fester, aber das ist normal. Zum Aufwärmen einfach in der Mikrowelle oder bei 150 °C im Ofen für 5-10 Minuten erwärmen. Ich finde, sie schmecken am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind.
Einfrieren: Du kannst die gebackenen Quitten auch einfrieren. Lass sie dazu vollständig abkühlen, gib sie in einen gefriergeeigneten Behälter und friere sie bis zu 3 Monate ein. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen und dann im Ofen erwärmen. Die Walnüsse werden beim Einfrieren etwas weicher – du kannst vor dem Servieren frische, geröstete Walnüsse darüberstreuen, um den Crunch zurückzubekommen.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Ja, dieses Dessert ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend gesund! Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Portion (bei 4 Portionen):
- Kalorien: ca. 220 kcal
- Kohlenhydrate: 35 g (davon Zucker: 28 g – hauptsächlich aus den Quitten und Honig)
- Fett: 10 g (davon gesättigte Fettsäuren: 2 g)
- Eiweiß: 3 g
- Ballaststoffe: 5 g
Warum Quitten so gesund sind: Quitten sind reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Sie enthalten außerdem Gerbstoffe, die bei Magen-Darm-Beschwerden helfen können. In der traditionellen Medizin werden Quitten oft bei Erkältungen eingesetzt – das passt ja perfekt in die Herbst- und Winterzeit! Die Walnüsse liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die gut für Herz und Gehirn sind. Und Zimt soll ja bekanntlich den Blutzuckerspiegel regulieren – auch wenn ich das bei einem Dessert nicht überbewerten würde.
Allergene: Dieses Rezept enthält Nüsse (Walnüsse). Wenn du Nussallergiker bewirtest, lass die Walnüsse einfach weg oder ersetze sie durch Kürbiskerne. Das Dessert ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei (wenn du die Butter weglässt oder durch Margarine ersetzt).
Häufig gestellte Fragen
Kann ich auch andere Früchte statt Quitten verwenden?
Ja, du kannst dieses Rezept auch mit Birnen oder Äpfeln zubereiten. Birnen werden schneller weich (ca. 20-25 Minuten Backzeit), Äpfel brauchen etwa genauso lange wie Quitten. Aber der Geschmack ist natürlich ein anderer – Quitten haben dieses einzigartige, blumige Aroma, das man nicht ersetzen kann. Probier es trotzdem aus, es schmeckt auch mit anderen Früchten!
Muss ich die Quitten unbedingt schälen?
Ja, unbedingt. Die Schale von Quitten ist zwar dünn, aber sie wird beim Backen nicht richtig weich und bleibt faserig. Das wäre beim Essen unangenehm. Nimm dir die Zeit zum Schälen – es lohnt sich!
Kann ich das Rezept für eine große Gruppe verdoppeln?
Absolut! Verdopple einfach alle Zutaten und verwende eine größere Backform. Achte darauf, dass die Quitten nebeneinander liegen und nicht gestapelt werden. Die Backzeit bleibt gleich, aber kontrolliere nach 25 Minuten, ob sie gar sind. Größere Mengen brauchen manchmal ein paar Minuten länger.
Was mache ich, wenn die Quitten noch nicht reif sind?
Unreife Quitten sind grünlich und hart wie Stein. Lass sie einfach bei Zimmertemperatur ein paar Tage nachreifen. Lege sie am besten in eine Obstschale neben Äpfel – die Äpfel geben Ethylen ab, das den Reifeprozess beschleunigt. Sobald die Quitten gelb werden und stark duften, sind sie bereit.
Kann ich die gebackenen Quitten auch kalt essen?
Ja, sie schmecken auch kalt, besonders mit Joghurt oder als Topping für Porridge. Aber am besten sind sie warm, wenn die Sauce noch flüssig ist und die Aromen am intensivsten sind. Wenn du sie kalt servierst, lass sie vorher auf Zimmertemperatur kommen.
Zum Schluss
Dieses Rezept für gebackene Quitten mit Zimt-Honig und Walnüssen ist mehr als nur ein Dessert – es ist ein kleines Stück Herbstglück, das du mit deinen Lieben teilen kannst. Es ist einfach genug für einen gemütlichen Sonntagabend, aber auch elegant genug für eine Dinnerparty, bei der du Eindruck schinden willst. Und das Beste: Du musst kein Profikoch sein, um es hinzubekommen.
Ich liebe dieses Rezept, weil es mich jedes Mal daran erinnert, dass die besten Dinge im Leben oft die einfachsten sind. Und ja, ich denke jedes Mal an meine Tante, wenn ich es mache – und daran, dass ich nicht immer recht haben muss. Manchmal ist die einfachste Idee die beste.
Probier es aus! Ich bin mir sicher, dass auch du bald zu den Fans dieses Desserts gehören wirst. Und wenn du es gemacht hast, schreib mir doch in den Kommentaren, wie es gelungen ist oder ob du eine eigene Variante ausprobiert hast. Ich bin schon gespannt auf deine Ideen! Vielleicht hast du ja eine Zutat, die du unbedingt ausprobieren willst – trau dich, Experimentieren macht Spaß!
Bis zum nächsten Mal und lass es dir schmecken!
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Gebackene Quitten mit Zimt-Honig
Ein einfaches und elegantes Herbst-Dessert aus gebackenen Quitten mit einer Honig-Zimt-Sauce und knackigen Walnüssen. Perfekt für Gäste oder einen gemütlichen Abend.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 4 reife Quitten (ca. 800 g – 1 kg)
- 4 EL flüssiger Honig (ca. 60 g)
- 1 TL gemahlener Zimt (oder 2 Zimtstangen)
- 60 g Walnüsse
- 20 g kalte Butter (in kleinen Flöckchen)
- Saft einer halben Zitrone
- Eine Prise Salz
Instructions
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen.
- Die Quitten waschen, den Flaum abreiben, schälen, längs halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Hälften quer in Viertel schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln, um Oxidation zu verhindern.
- In einem kleinen Topf Honig, gemahlenen Zimt, Zitronensaft und eine Prise Salz bei niedriger Hitze erwärmen, bis alles gut vermischt ist. Nicht kochen lassen.
- Die Walnüsse grob hacken und optional in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten anrösten, bis sie duften. Auf einen Teller geben.
- Die Quittenviertel mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form (ca. 20 x 30 cm) legen. Die Honig-Zimt-Mischung gleichmäßig darübergießen, dabei die Quitten leicht anheben, damit die Sauce auch darunter fließt.
- Die Butterflöckchen und die gehackten Walnüsse auf den Quitten verteilen.
- Die Form auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben und 30-35 Minuten backen, bis die Quitten mit einer Gabel leicht durchstochen werden können. Nach 20 Minuten prüfen und bei Bedarf 2-3 EL Wasser hinzufügen, falls die Sauce zu trocken wird.
- Die Quitten aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten abkühlen lassen. Warm servieren, optional mit einem Klecks Crème fraîche, Vanilleeis oder griechischem Joghurt.
Notes
Die Quitten sollten reif sein (gelb und stark duftend). Unreife Quitten ein paar Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Für eine vegane Variante Honig durch Ahornsirup und Butter durch vegane Margarine oder Kokosöl ersetzen. Die Quitten können am Morgen vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (von 4)
- Calories: 220
- Sugar: 28
- Fat: 10
- Saturated Fat: 2
- Carbohydrates: 35
- Fiber: 5
- Protein: 3
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