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Cora Berry

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Feste Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl – einfaches Rezept

Ready In 2 Stunden 30 Minuten
Servings 2 Portionen
Difficulty Mittel

Es sollte eigentlich eine klassische Gänsebrust werden. Mein erster richtiger Weihnachtsbraten, zu dem ich Freunde eingeladen hatte – ich war nervös, ehrgeizig und viel zu optimistisch, was meine Zeitplanung anging. Der Ofen war vorgeheizt, die Beilagen vorbereitet, und dann fiel mein Blick auf das Paket aus der Kühltheke: Gänsekeulen. Nicht Brust. Keine Ahnung, wie das passieren konnte – vielleicht war ich im Trubel abgelenkt, vielleicht war die Brust ausverkauft und ich hatte blind gegriffen. Jedenfalls stand ich da mit zwei mächtigen Keulen, die aussahen, als gehörten sie zu einem Dinosaurier, nicht zu einem festlichen Menü. Ich wollte schon in Panik verfallen. Ich meine, wer serviert schon Keulen, wenn alle mit zarter Brust rechnen? Aber es war zu spät, um noch loszurennen. Also habe ich tief durchgeatmet und mich auf das Experiment eingelassen. Was dabei herauskam? Ein Gericht, das seitdem jedes Jahr auf meinem Weihnachtstisch landet. Die Festliche Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl war geboren – aus einem Fehlgriff, der sich als Volltreffer entpuppte. Und ehrlich? Ich mache es inzwischen absichtlich so.

Warum Sie dieses Rezept lieben werden

Dieses Rezept ist nicht einfach nur ein weiteres Gänsegericht. Es ist die Kombination aus knuspriger Haut, zartem, fast butterweichem Fleisch und einem Rotkohl, der durch die Orangennote eine ganz besondere Frische bekommt. Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum es sich lohnt, genau dieses Rezept zu probieren.

  • Einfach und dennoch beeindruckend: Klingt nach einem aufwendigen Festtagsmenü, aber die Zubereitung ist überraschend unkompliziert. Der Ofen macht den Großteil der Arbeit.
  • Saftig, nicht trocken: Das ist die große Angst bei Geflügel. Durch die richtige Temperatur und die lange Schmorzeit wird die Keule unfassbar zart. Versprochen.
  • Der Rotkohl ist der Star: Der Orangen-Rotkohl ist nicht nur Beilage, sondern hebt das ganze Gericht auf ein neues Level. Die Süße der Orange und die leichte Säure des Kohls sind der perfekte Gegenpol zum herzhaften Gänsefleisch.
  • Perfekt für besondere Anlässe: Ob Weihnachten, Silvester oder ein Sonntagsessen mit der Familie – dieser Braten ist ein echter Hingucker, ohne dass Sie stundenlang am Herd stehen müssen.
  • Resteverwertung vom Feinsten: Sollte etwas übrig bleiben (was selten vorkommt), schmeckt die Gänsekeule am nächsten Tag kalt oder aufgewärmt mindestens genauso gut.

Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren unzählige Male gekocht, für mich allein und für Gäste. Es hat noch nie enttäuscht. Es ist dieses eine Gericht, bei dem man nach dem ersten Bissen die Augen schließt und einfach nur genießt – genau das Gefühl von Geborgenheit und Festtagsküche, das wir uns alle wünschen.

Zutaten, die Sie benötigen

Für dieses Rezept brauchen Sie keine exotischen Zutaten. Alles ist im gut sortierten Supermarkt oder beim Metzger Ihres Vertrauens erhältlich. Die Qualität der Gänsekeule ist hier natürlich entscheidend – investieren Sie ruhig ein paar Euro mehr für eine Keule vom Bauern oder aus artgerechter Haltung. Das schmeckt man am Ende deutlich.

Für die Festliche Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl benötigen Sie:

Für die Gänsekeule:

  • 2 Gänsekeulen (je ca. 400-500 g) – am besten mit Haut und Knochen, das gibt den besten Geschmack
  • 2 TL Salz (ich verwende grobes Meersalz)
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL getrockneter Majoran (oder 2 EL frischer, falls verfügbar)
  • 2 Zweige frischer Rosmarin
  • 3 Knoblauchzehen, angedrückt
  • 1 kleine Zwiebel, geviertelt
  • 200 ml kräftige Hühner- oder Gemüsebrühe (für die Soße)

Für den Orangen-Rotkohl:

Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl preparation steps

  • 1 kleiner Rotkohl (ca. 800 g – 1 kg), fein gehobelt oder in dünne Streifen geschnitten
  • 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz (vom Metzger, falls vorhanden)
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Apfel (z.B. Boskop), geschält, entkernt und fein gewürfelt
  • Saft und abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange
  • 2 EL brauner Zucker oder Honig
  • 3 EL Rotweinessig (oder Apfelessig)
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 100 ml Orangen- oder Apfelsaft (optional, für mehr Flüssigkeit)

Ein persönlicher Tipp: Ich nehme für den Rotkohl immer einen Apfel der Sorte Boskop. Er zerfällt beim Kochen schön und gibt eine natürliche Süße, ohne dass man zu viel Zucker braucht. Und die Orange – bitte eine Bio-Orange, weil wir die Schale verwenden. Die ätherischen Öle in der Schale sind das A und O für das Aroma.

Benötigte Küchengeräte

Für dieses Rezept brauchen Sie kein Profi-Equipment. Ein paar Grundausstattungen reichen völlig aus:

  • Großer Bräter oder ofenfeste Form: Sie sollte groß genug sein, dass die Keulen nebeneinander Platz haben. Ein Bräter mit Deckel ist ideal, aber nicht zwingend nötig.
  • Kochtopf mit Deckel: Für den Rotkohl. Ein schwerer Topf hält die Wärme besser.
  • Scharfes Messer und Schneidebrett: Zum Vorbereiten von Gemüse und Obst.
  • Küchengarn (optional): Wenn Sie die Keulen in Form binden möchten, damit sie gleichmäßig garen. Ich mache das nicht immer, aber es sieht hübscher aus.
  • Fleischthermometer: Das ist mein absoluter Geheimtipp! Ein digitales Thermometer nimmt das Rätselraten aus dem Garprozess. Für Gänsekeule sollte die Kerntemperatur bei etwa 80-85°C liegen. Kostet nicht viel und verhindert trockenes Fleisch.
  • Küchenpapier: Zum Trockentupfen der Haut – das ist der Schlüssel zu knuspriger Kruste.

Budget-Tipp: Ein einfaches Fleischthermometer bekommen Sie schon für unter 10 Euro im Supermarkt. Es ist eine der besten Investitionen für Ihre Küche, glauben Sie mir. Ich habe früher immer nach Gefühl gegart und oft genug enttäuschte Gesichter gesehen, weil das Fleisch zu trocken war. Seit ich das Thermometer benutze, ist das kein Thema mehr.

Zubereitung der Festlichen Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl

Jetzt wird es konkret. Keine Sorge, die Schritte sind einfach und logisch. Ich habe sie so oft gemacht, dass ich sie im Schlaf könnte. Lassen Sie uns loslegen.

Schritt 1: Vorbereitung der Gänsekeulen

Heizen Sie den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vor (Umluft 140°C). Während der Ofen heiß wird, nehmen Sie die Gänsekeulen aus dem Kühlschrank und tupfen sie mit Küchenpapier sehr gründlich trocken. Das ist der wichtigste Schritt für eine knusprige Haut! Reiben Sie die Keulen dann rundherum mit Salz, Pfeffer und dem Majoran ein. Vergessen Sie die Unterseite nicht. Lassen Sie die Keulen etwa 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen – das nimmt die Kälte und sorgt für gleichmäßigeres Garen.

Schritt 2: Die Keulen anbraten

Erhitzen Sie einen großen Bräter auf dem Herd. Geben Sie einen Esslöffel Butterschmalz oder Gänseschmalz hinein. Legen Sie die Keulen mit der Hautseite nach unten in den heißen Bräter. Braten Sie sie bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5-7 Minuten an, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Wenden Sie die Keulen dann vorsichtig und braten Sie die andere Seite ebenfalls 3-4 Minuten an. Nehmen Sie die Keulen kurz heraus und stellen Sie sie beiseite.

Schritt 3: Den Bratensatz nutzen

Geben Sie die geviertelte Zwiebel und die angedrückten Knoblauchzehen in den Bräter. Rösten Sie sie für etwa 2 Minuten im heißen Fett an. Löschen Sie dann mit der Brühe ab und kratzen Sie den Bratensatz vom Boden – das ist pure Geschmackskonzentration. Legen Sie die Rosmarinzweige dazu.

Schritt 4: Garen im Ofen

Legen Sie die Gänsekeulen mit der Hautseite nach oben zurück in den Bräter. Decken Sie den Bräter ab (oder verwenden Sie Alufolie) und schieben Sie ihn in den Ofen. Lassen Sie die Keulen für ca. 1 Stunde und 30 Minuten schmoren. Nach dieser Zeit nehmen Sie den Deckel ab und erhöhen die Temperatur auf 200°C Ober-/Unterhitze (Umluft 180°C). Lassen Sie die Keulen für weitere 20-30 Minuten offen braten, bis die Haut richtig knusprig ist. Die Kerntemperatur sollte mindestens 80°C betragen.

Schritt 5: Den Orangen-Rotkohl zubereiten (parallel zum Garen)

Während die Keulen im Ofen sind, kümmern Sie sich um den Rotkohl. Er kann wunderbar parallel zubereitet werden. Erhitzen Sie das Butterschmalz in einem großen Topf. Dünsten Sie die Zwiebelwürfel darin glasig. Geben Sie die Apfelwürfel dazu und braten Sie sie kurz mit. Fügen Sie dann den gehobelten Rotkohl hinzu und schwenken Sie alles gut durch. Lassen Sie den Kohl für 2-3 Minuten zusammenfallen. Geben Sie dann den Orangensaft, die Orangenschale, den Zucker, den Essig, die Nelken und die Zimtstange dazu. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Gießen Sie den Orangen- oder Apfelsaft an, falls der Kohl zu trocken erscheint. Decken Sie den Topf ab und lassen Sie den Rotkohl bei niedriger Hitze etwa 45-60 Minuten köcheln, bis er weich ist, aber noch Biss hat. Rühren Sie gelegentlich um.

Schritt 6: Anrichten und Servieren

Nehmen Sie die Keulen aus dem Ofen und lassen Sie sie 5 Minuten ruhen. Entfernen Sie die Rosmarinzweige und die Zwiebelstücke aus dem Bratensatz. Sie können den Bratensatz mit etwas kalter Butter aufschlagen oder mit etwas Speisestärke binden, wenn Sie eine dickere Soße möchten. Entfernen Sie die Nelken und die Zimtstange aus dem Rotkohl. Servieren Sie die Gänsekeule zusammen mit dem Orangen-Rotkohl und etwas Bratensoße. Dazu passen hervorragend Kartoffelklöße oder selbst gemachte Spätzle.

Kochtipps und Techniken für die perfekte Gänsekeule

Ich habe bei diesem Rezept einiges gelernt – meistens durch Versuch und Irrtum. Hier sind meine besten Tipps, damit es bei Ihnen auf Anhieb klappt.

Die Haut muss richtig trocken sein. Das ist nicht verhandelbar. Feuchte Haut wird nie knusprig, egal wie heiß der Ofen ist. Ich nehme mir dafür Zeit und tupfe die Keulen wirklich gründlich ab. Manchmal lasse ich sie sogar noch 30 Minuten offen im Kühlschrank liegen, damit die Haut noch mehr trocknet.

Nicht zu früh salzen. Salz entzieht der Haut Feuchtigkeit. Wenn Sie zu früh salzen, wird die Haut wässrig. Ich würze die Keulen erst kurz vor dem Anbraten. Das ist ein Fehler, den ich am Anfang gemacht habe – die Haut wurde nie richtig knusprig, und ich wusste nicht warum.

Die richtige Kerntemperatur. Gänsekeule verträgt etwas mehr Hitze als Hähnchen oder Pute. Zielen Sie auf 80-85°C ab. Bei dieser Temperatur wird das Bindegewebe schön weich, und das Fleisch bleibt saftig. Mit einem Thermometer sind Sie auf der sicheren Seite. Ich habe einmal eine Keule ohne Thermometer gemacht, und sie war innen noch roh – ein Desaster für ein Festessen.

Den Rotkohl nicht überkochen. Er soll weich sein, aber nicht matschig. Ein bisschen Biss ist erwünscht. Und der Geschmack entwickelt sich übrigens am nächsten Tag noch besser – falls Sie Reste haben, ist das ein Genuss.

Multitasking ist alles. Planen Sie die Zeit so, dass der Rotkohl fertig ist, wenn die Keulen aus dem Ofen kommen. Der Rotkohl kann auch problemlos warm gehalten werden. So haben Sie weniger Stress beim Servieren.

Variationen und Anpassungen

Dieses Rezept ist wunderbar flexibel. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie es abwandeln können:

  • Für eine vegetarische Version: Ersetzen Sie die Gänsekeule durch große Portobello-Pilze oder eine dicke Scheibe Blumenkohl, die Sie mit der gleichen Gewürzmischung einreiben und im Ofen braten. Der Rotkohl bleibt natürlich gleich – ein Genuss!
  • Mit anderem Obst: Statt Orange können Sie auch Granatapfelkerne oder Preiselbeeren in den Rotkohl geben. Das gibt eine fruchtige Säure, die wunderbar zum Gänsefett passt.
  • Schärfe für Mutige: Geben Sie eine kleine, fein gehackte Chilischote oder etwas Cayennepfeffer in den Rotkohl. Das gibt dem Gericht eine unerwartete, aber köstliche Schärfe.
  • Low-Carb-Variante: Servieren Sie die Gänsekeule mit dem Rotkohl, aber lassen Sie die Klöße weg. Dazu passt ein grüner Salat mit einem leichten Zitronen-Dressing.
  • Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich gebe manchmal einen Schuss Portwein in den Bratensatz, bevor ich ihn aufkoche. Das gibt der Soße eine unglaublich edle Note. Ein kleiner Luxus, der sich lohnt.

Serviervorschläge und Aufbewahrung

Die Festliche Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl ist ein Gericht, das man am besten heiß serviert. Die Keulen sollten auf einem vorgewärmten Teller angerichtet werden, damit sie nicht auskühlen. Dazu passen:

  • Kartoffelklöße (halbseidig oder aus rohen Kartoffeln)
  • Selbst gemachte Spätzle oder Bandnudeln
  • Ein trockener Rotwein, z.B. ein Spätburgunder oder ein kräftiger Dornfelder
  • Ein frischer Feldsalat mit einer leichten Vinaigrette als Vorspeise

Aufbewahrung: Übrig gebliebene Keulen und Rotkohl können Sie getrennt voneinander im Kühlschrank aufbewahren. In einem luftdichten Behälter halten sie sich 2-3 Tage. Das Fleisch lässt sich wunderbar aufwärmen: Legen Sie es in eine Auflaufform, geben Sie etwas Brühe oder Wasser dazu und decken Sie es mit Alufolie ab. Bei 150°C im Ofen etwa 15-20 Minuten erwärmen. Der Rotkohl kann einfach in einem Topf auf dem Herd wieder erwärmt werden – er schmeckt oft am zweiten Tag noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind.

Einfrieren ist auch möglich, aber ich persönlich finde, dass die Haut nach dem Auftauen nicht mehr knusprig wird. Das Fleisch selbst bleibt aber saftig. Der Rotkohl lässt sich hervorragend einfrieren – einfach portionsweise in Gefrierbeutel verpacken.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Gänsefleisch ist nicht nur lecker, sondern hat auch einige positive Eigenschaften. Es ist reich an hochwertigem Eiweiß und enthält viele B-Vitamine, die für den Stoffwechsel wichtig sind. Der Rotkohl ist ein echtes Superfood: Er steckt voller Vitamin C, Ballaststoffe und Antioxidantien. Die Orange liefert zusätzlich Vitamin C und stärkt das Immunsystem – perfekt für die kalte Jahreszeit.

Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (eine Keule mit Rotkohl, ohne Beilagen):

Nährwert Pro Portion
Kalorien ca. 650-750 kcal
Eiweiß ca. 45 g
Fett ca. 40 g
Kohlenhydrate ca. 25 g (davon Zucker ca. 18 g)
Ballaststoffe ca. 8 g

Bitte beachten Sie: Dies sind Schätzwerte, die je nach Größe der Keule und genauen Zutaten variieren können. Wer auf seine Kalorien achtet, kann das Fett reduzieren, indem er die Haut vor dem Servieren entfernt – aber das wäre doch schade um die Knusprigkeit, oder?

Allergenhinweis: Dieses Gericht enthält kein Gluten, es sei denn, Sie servieren Klöße oder Spätzle dazu. Achten Sie bei der Brühe darauf, dass sie glutenfrei ist, falls nötig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich das Rezept auch mit Entenkeulen zubereiten?

Ja, absolut! Entenkeulen sind etwas kleiner und haben weniger Fett, aber die Zubereitung ist fast identisch. Die Garzeit verkürzt sich um etwa 20-30 Minuten. Auch der Rotkohl passt hervorragend dazu.

Muss ich die Gänsekeule vor dem Garen einstechen?

Nein, das ist bei Gänsekeulen nicht nötig. Das Fleisch ist von Natur aus saftig genug. Einstechen würde nur dazu führen, dass der wertvolle Fleischsaft austritt. Lieber die Haut gut trockentupfen und scharf anbraten.

Kann ich den Rotkohl schon am Vortag zubereiten?

Unbedingt! Der Rotkohl schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil die Aromen Zeit haben, sich zu verbinden. Bereiten Sie ihn einfach nach dem Rezept zu, lassen Sie ihn abkühlen und stellen Sie ihn abgedeckt in den Kühlschrank. Vor dem Servieren nur kurz erwärmen.

Wie bekomme ich die Haut besonders knusprig?

Das Geheimnis ist Trockenheit und Hitze. Tupfen Sie die Haut sehr gründlich ab, salzen Sie erst kurz vor dem Anbraten, und braten Sie sie zuerst scharf an. Im Ofen dann die letzte Phase ohne Deckel bei höherer Temperatur. Ein kleiner Trick: Sie können die Haut vor dem Anbraten auch mit etwas Backpulver bestäuben – das macht sie noch knuspriger.

Kann ich das Rezept auch im Slow Cooker zubereiten?

Prinzipiell ja, aber die Haut wird nicht knusprig. Sie müssten die Keulen dann nach dem Garen im Slow Cooker kurz im Ofen oder in der Pfanne nachbraten. Ich persönlich finde die Ofenmethode einfacher und das Ergebnis besser.

Fazit

Diese Festliche Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl ist mehr als nur ein Rezept – sie ist ein Erlebnis. Sie erinnert mich jedes Mal daran, dass die besten Dinge im Leben oft aus kleinen Missgeschicken entstehen. Aus einem verwechselten Einkauf wurde ein Gericht, das für mich untrennbar mit Weihnachten, Geborgenheit und dem Duft von Zimt und Orangen verbunden ist.

Probieren Sie es aus, und haben Sie keine Angst vor Fehlern. Vielleicht entdecken Sie ja auch Ihre eigene, perfekte Variante. Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie es Ihnen gelungen ist – oder ob Sie eine noch bessere Idee hatten! Teilen Sie das Rezept gerne mit Ihren Liebsten, denn gutes Essen ist doch dazu da, geteilt zu werden.

In diesem Sinne: Guten Appetit und eine wundervolle, genussvolle Zeit!

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Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl recipe

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Feste Gänsekeule aus dem Ofen mit Orangen-Rotkohl – einfaches Rezept

Ein festliches Gericht mit knuspriger Gänsekeule und fruchtigem Orangen-Rotkohl, das aus einem kleinen Missgeschick entstanden ist und seitdem jedes Jahr auf dem Weihnachtstisch landet.

  • Author: Lena
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 2 Stunden 30 Minuten
  • Total Time: 3 Stunden
  • Yield: 2 Portionen 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 2 Gänsekeulen (je ca. 400–500 g), mit Haut und Knochen
  • 2 TL Salz (grobkörniges Meersalz)
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL getrockneter Majoran (oder 2 EL frischer)
  • 2 Zweige frischer Rosmarin
  • 3 Knoblauchzehen, angedrückt
  • 1 kleine Zwiebel, geviertelt
  • 200 ml kräftige Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 1 kleiner Rotkohl (ca. 800 g – 1 kg), fein gehobelt oder in dünne Streifen geschnitten
  • 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Apfel (z.B. Boskop), geschält, entkernt und fein gewürfelt
  • Saft und abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange
  • 2 EL brauner Zucker oder Honig
  • 3 EL Rotweinessig (oder Apfelessig)
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 100 ml Orangen- oder Apfelsaft (optional)

Instructions

  1. Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze (Umluft 140°C) vorheizen. Gänsekeulen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran rundherum einreiben. 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
  2. Einen großen Bräter auf dem Herd erhitzen. 1 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz darin schmelzen. Keulen mit der Hautseite nach unten einlegen und bei mittlerer bis hoher Hitze 5-7 Minuten goldbraun anbraten. Wenden und die andere Seite 3-4 Minuten anbraten. Keulen herausnehmen und beiseite stellen.
  3. Die geviertelte Zwiebel und die angedrückten Knoblauchzehen in den Bräter geben und 2 Minuten anrösten. Mit der Brühe ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Rosmarinzweige dazugeben.
  4. Keulen mit der Hautseite nach oben zurück in den Bräter legen. Bräter abdecken (oder mit Alufolie) und im Ofen 1 Stunde 30 Minuten schmoren. Deckel entfernen, Temperatur auf 200°C Ober-/Unterhitze (Umluft 180°C) erhöhen und weitere 20-30 Minuten offen braten, bis die Haut knusprig ist. Kerntemperatur sollte mindestens 80°C betragen.
  5. Während die Keulen garen, den Rotkohl zubereiten: Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Apfelwürfel kurz mitbraten. Rotkohl dazugeben und 2-3 Minuten zusammenfallen lassen. Orangensaft, Orangenschale, Zucker, Essig, Nelken und Zimtstange hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bei Bedarf Orangen- oder Apfelsaft angießen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 45-60 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl weich ist, aber noch Biss hat. Gelegentlich umrühren.
  6. Keulen aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Rosmarinzweige und Zwiebelstücke aus dem Bratensatz entfernen. Bratensatz nach Wunsch mit kalter Butter aufschlagen oder mit Speisestärke binden. Nelken und Zimtstange aus dem Rotkohl entfernen. Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl und Bratensoße servieren.

Notes

Die Haut muss sehr gründlich trocken getupft werden, um knusprig zu werden. Nicht zu früh salzen, da Salz der Haut Feuchtigkeit entzieht. Die Kerntemperatur sollte 80-85°C betragen. Der Rotkohl kann am Vortag zubereitet werden und schmeckt am nächsten Tag noch besser.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Gänsekeule mit Rot
  • Calories: 650750
  • Sugar: 18
  • Sodium: 1.2
  • Fat: 40
  • Saturated Fat: 12
  • Carbohydrates: 25
  • Fiber: 8
  • Protein: 45

Keywords: Gänsekeule, Orangen-Rotkohl, Weihnachtsbraten, Festtagsgericht, Ofengericht, einfach, saftig, knusprig

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