Das Weihnachtsfest war in drei Tagen und ich hatte völlig vergessen, dass ich für den alljährlichen Plätzchentausch im Büro zugesagt hatte. Alle anderen würden mit aufwendigen, mehrstöckigen Kreationen ankommen – die Sorte, die aussieht, als hätte man drei Tage in der Küche verbracht. Ich hatte ein halbes Päckchen Butter, etwas Mehl und eine Flasche selbstgemachten Glühwein, die mir meine Nachbarin geschenkt hatte. Keine Zeit für einen aufwendigen Mürbeteig, der erstmal ruhen musste. Keine Chance auf kunstvolle Verzierungen. Ich stand da und dachte: „Okay, was kann ich daraus zaubern?”
Und dann kam mir die Idee – Spitzbuben! Diese klassischen, zarten Plätzchen mit der typischen Öffnung oben. Aber statt der üblichen Marmelade hatte ich plötzlich diesen fruchtigen, winterlichen Glühwein im Kopf. Ich habe schnell einen Teig zusammengerührt (ja, ohne Ruhezeit – manchmal muss es einfach schnell gehen), die Hälfte mit einem kleinen Sternchen ausgestochen und die Dinger in den Ofen geschoben. Während sie backten, köchelte ich den Glühwein ein, bis er eine dicke, sirupartige Konsistenz hatte. Ich habe ehrlich gesagt nicht viel erwartet – es war ja eine reine Verzweiflungstat.
Aber dann, beim ersten Bissen… dieses zarte, buttrige Gebäck, das auf der Zunge zergeht, kombiniert mit der intensiv-fruchtigen, würzigen Füllung. Es war, als hätte der Weihnachtsmarkt in einem Plätzchen Platz genommen. Und rate mal, was passiert ist? Ich habe den Plätzchentausch gewonnen. Kein Witz. Die Leute haben nach dem Rezept gefragt, und ich musste zugeben, dass ich es eigentlich aus der Not heraus erfunden hatte. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn aus einem Chaos etwas Wunderbares entsteht? Genau so fühlt sich dieses Rezept an. Seitdem backe ich diese zarten Spitzbuben mit fruchtiger Glühwein-Füllung jedes Jahr, und sie sind mittlerweile mein absolutes Lieblings-Weihnachtsgebäck.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Diese Spitzbuben sind nicht einfach nur Plätzchen – sie sind ein echtes Erlebnis. Und das Beste daran? Sie sind viel einfacher zuzubereiten, als du vielleicht denkst. Lass mich dir zeigen, warum sie in deiner Weihnachtsbäckerei nicht fehlen sollten.
- Schnell & einfach: Der Teig kommt ohne lästige Ruhezeit aus und ist in unter 30 Minuten fertig zum Ausstechen. Perfekt für spontane Backaktionen oder wenn die Zeit mal wieder knapp ist.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Zutaten aus dem Spezialitätenladen. Butter, Mehl, Zucker und ein guter Glühwein reichen völlig aus. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon zu Hause.
- Perfekt für die Weihnachtszeit: Ob für den Plätzchenteller, als Geschenk aus der Küche oder für gemütliche Adventsnachmittage – diese Spitzbuben passen einfach immer.
- Absoluter Publikumsliebling: Die Kombination aus zartem Mürbeteig und fruchtig-würziger Füllung begeistert Groß und Klein. Ich habe noch niemanden getroffen, der nur einen probiert hat.
- Einzigartig lecker: Die Glühwein-Füllung ist der absolute Game-Changer. Sie ist intensiver, aromatischer und irgendwie erwachsener als normale Marmelade. Ein Hauch von Zimt und Nelken macht sie zu etwas ganz Besonderem.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet, ist die clevere Technik, den Glühwein zu einem dicken Sirup einzukochen. So entsteht eine Füllung, die nicht ausläuft und ihr volles Aroma entfaltet. Das ist kein weiteres Marmeladen-Plätzchen – das ist eine kleine Geschmacksexplosion mit jedem Bissen. Und ehrlich, es ist dieses Gefühl, wenn man nach dem ersten Bissen einfach die Augen schließen muss. Genau das macht diese Spitzbuben so besonders.
Zutaten, die du brauchst
Für diese zarten Spitzbuben mit fruchtiger Glühwein-Füllung verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Die Kombination macht den Unterschied – der buttrige Teig und die konzentrierte Glühwein-Füllung sind ein himmlisches Paar.
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405) – für eine besonders zarte Textur. Ich schwöre auf das Mehl von Ruf oder Aurora, aber jedes Standardmehl tut es auch.
- 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln – die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht so schön mürbe. Ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter, weil sie einen höheren Fettgehalt hat.
- 80 g Puderzucker, gesiebt – Puderzucker macht den Teig feiner und zarter als normaler Zucker. Keine Sorge, du kannst auch feinen Haushaltszucker nehmen, aber das Ergebnis wird dann etwas körniger.
- 1 Eigelb (Größe M) – für Bindung und eine schöne gelbe Farbe. Das Eiweiß kannst du übrigens für ein anderes Rezept aufbewahren.
- 1 Päckchen Vanillezucker – am liebsten echte Vanille, aber der klassische Bourbon-Vanillezucker tut es auch.
- 1 Prise Salz – klingt seltsam, aber Salz bringt die Süße erst richtig zur Geltung.
Für die Glühwein-Füllung

- 250 ml roter Glühwein – hier kommt es auf die Qualität an. Ein günstiger Glühwein schmeckt oft zu süß und künstlich. Ich empfehle einen mittelpreisigen Glühwein aus dem Supermarkt oder, noch besser, selbstgemachten. Achte darauf, dass er nicht zu stark gezuckert ist.
- 2 EL brauner Zucker – für eine karamellige Note. Du kannst auch normalen weißen Zucker nehmen, aber der braune gibt der Füllung mehr Tiefe.
- 1 TL Zitronensaft – die Säure balanciert die Süße aus und lässt die Fruchtaromen besser zur Geltung kommen.
- 1/2 TL gemahlener Zimt – weil Glühwein ohne Zimt einfach nicht geht.
- 1/4 TL gemahlene Nelken – vorsichtig dosieren, Nelken sind sehr intensiv. Ein bisschen zu viel und die Füllung schmeckt wie Weihnachten im Krankenhaus.
- 1 Sternanis (optional) – zum Mitkochen für ein noch komplexeres Aroma. Den nimmst du vor dem Abfüllen wieder raus.
Zum Bestäuben
- Puderzucker, nach Bedarf – für den klassischen Look. Die Spitzbuben sehen aus wie kleine Schneekugeln.
Substitutions-Tipp: Für eine glutenfreie Variante kannst du das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achte darauf, dass sie Xanthan oder Guarkernmehl enthält, damit der Teig zusammenhält. Für eine vegane Version ersetze das Eigelb durch 1 EL kaltes Wasser und 1 EL Apfelmus – der Teig wird dann etwas bröseliger, aber es funktioniert.
Benötigte Küchenausrüstung
Du brauchst keine Profi-Ausstattung für diese Spitzbuben. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in deiner Küche. Hier ist, was du wirklich brauchst:
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät – für den Mürbeteig. Du kannst den Teig natürlich auch von Hand kneten, aber dann dauert es etwas länger und du brauchst mehr Kraft. Ich benutze meine alte KitchenAid dafür, aber ein einfaches Handrührgerät mit Knethaken tut es auch.
- Eine große Rührschüssel – nichts Besonderes, eine aus Edelstahl oder Glas reicht völlig.
- Ein Nudelholz – zum Ausrollen des Teigs. Ich habe ein klassisches Holz-Nudelholz, aber ein Silikon-Nudelholz funktioniert genauso gut, besonders wenn der Teig etwas klebt.
- Ein kleiner Topf – zum Einkochen des Glühweins. Ein beschichteter Topf ist ideal, weil nichts anbrennt.
- Ausstechformen – du brauchst eine runde Form (ca. 4-5 cm Durchmesser) für die Basis und eine kleine Stern- oder Herzform (ca. 2 cm) für das Loch oben. Ich habe meine von Wilton, aber die von Tchibo oder IKEA sind auch super.
- Ein Backblech mit Backpapier – einfach und praktisch. Das Backpapier sorgt dafür, dass nichts kleben bleibt.
- Ein feines Sieb – zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein Teesieb tut es notfalls auch.
- Ein kleiner Löffel oder ein Spritzbeutel – zum Füllen der Spitzbuben. Ich benutze einfach einen kleinen Teelöffel, aber ein Spritzbeutel mit einer dünnen Tülle macht die Arbeit sauberer.
Tipp zur Pflege: Wenn du deine Ausstechformen aus Metall verwendest, wasche sie am besten von Hand und trockne sie sofort ab. So rosten sie nicht und bleiben scharf. Meine ersten Formen habe ich in der Spülmaschine ruiniert – aus diesem Fehler habe ich gelernt.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte! Keine Sorge, die Zubereitung ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst bald wunderschöne, zarte Spitzbuben in den Händen halten.
Schritt 1: Die Glühwein-Füllung vorbereiten (ca. 15 Minuten)
Gib den Glühwein, den braunen Zucker, den Zitronensaft, den Zimt und die Nelken in einen kleinen Topf. Falls du den Sternanis verwendest, leg ihn jetzt dazu. Bringe alles bei mittlerer Hitze zum Kochen. Reduziere dann die Hitze und lass den Glühwein auf etwa die Hälfte einkochen – das dauert ungefähr 10-12 Minuten. Rühre gelegentlich um. Der Sirup ist fertig, wenn er dickflüssig ist und beim Kippen des Löffels langsam herunterläuft. Nimm den Sternanis heraus und lass den Sirup vollständig abkühlen. Er wird beim Abkühlen noch etwas dicker. Wichtig: Wenn der Sirup zu dick wird, kannst du ihn später mit einem Teelöffel warmem Wasser wieder etwas verdünnen.
Schritt 2: Den Mürbeteig zubereiten (ca. 10 Minuten)
Gib das Mehl, die kalten Butterwürfel, den gesiebten Puderzucker, das Eigelb, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine Rührschüssel. Verarbeite alles mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät auf niedriger Stufe zu einem krümeligen Teig. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Dann knete den Teig kurz mit den Händen zu einer glatten Kugel. Achtung: Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh! Der Teig sollte sich geschmeidig anfühlen, aber nicht kleben. Wenn er zu trocken ist, gib einen Teelöffel kaltes Wasser dazu. Wenn er zu klebrig ist, streue etwas Mehl auf die Arbeitsfläche.
Schritt 3: Den Teig ausrollen und ausstechen (ca. 15 Minuten)
Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick aus. Steche mit der runden Ausstechform so viele Kreise wie möglich aus. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Sammle die Teigreste ein, knete sie kurz zusammen, rolle sie erneut aus und steche weitere Kreise aus. Wiederhole das, bis der Teig aufgebraucht ist. Du solltest etwa 30-35 Kreise erhalten. Jetzt nimmst du die Hälfte der Kreise und stichst mit der kleinen Stern- oder Herzform ein Loch in die Mitte. Diese werden später die Oberseiten der Spitzbuben.
Schritt 4: Backen (ca. 10-12 Minuten)
Backe die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene für 10-12 Minuten. Die Unterseiten sollten eine ganz leichte goldene Farbe bekommen, die Oberseiten bleiben hell. Wichtig: Achte darauf, dass sie nicht zu dunkel werden, sonst werden sie hart. Nimm das Blech aus dem Ofen und lass die Plätzchen für 2-3 Minuten auf dem Blech abkühlen. Dann hebst du sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter, wo sie vollständig auskühlen müssen. Das dauert etwa 15-20 Minuten.
Schritt 5: Die Spitzbuben füllen (ca. 10 Minuten)
Jetzt kommt der schönste Teil! Nimm einen der unteren Plätzchen (ohne Loch) und gib einen halben Teelöffel der abgekühlten Glühwein-Füllung in die Mitte. Verteile sie leicht, aber lass einen kleinen Rand frei. Dann legst du ein Plätzchen mit dem Loch darauf und drückst es vorsichtig an, sodass die Füllung leicht durch das Loch quillt. Mach das mit allen Plätzchen. Mein Tipp: Wenn die Füllung zu fest ist, erwärme sie kurz in der Mikrowelle oder im Topf. Sie sollte streichfähig sein, aber nicht flüssig.
Schritt 6: Bestäuben und genießen
Zum Schluss bestäubst du die fertigen Spitzbuben mit einem feinen Sieb mit Puderzucker. Das gibt ihnen diesen schönen, winterlichen Look. Lass den Puderzucker für etwa 10 Minuten einziehen, bevor du die Plätzchen in eine Dose gibst. So setzt sich der Zucker besser fest.
Kochtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die diese Spitzbuben noch besser machen. Hier sind meine besten Tipps für dich:
Der Teig darf nicht warm werden. Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn die Butter zu warm wird, verläuft der Teig beim Backen und die Plätzchen werden flach und hart. Arbeite also schnell und knete den Teig nicht zu lange. Wenn der Teig während des Ausrollens weich wird, leg ihn für 10 Minuten in den Kühlschrank.
Die Füllung nicht zu dünn kochen. Ich habe am Anfang einmal den Glühwein nicht lange genug eingekocht. Das Ergebnis war eine flüssige Füllung, die aus den Plätzchen herauslief und eine riesige Sauerei auf dem Blech verursachte. Der Sirup sollte dick sein – fast wie Honig. Wenn du unsicher bist, mach die „Tropfenprobe”: Gib einen Tropfen auf einen kalten Teller. Wenn er nach 30 Sekunden nicht mehr fließt, ist er perfekt.
Mit dem Ausstechen nicht zu viel Teigreste übrig lassen. Jedes Mal, wenn du den Teig zusammenknetest und neu ausrollst, wird er etwas zäher. Versuche, die Formen so nah wie möglich aneinanderzusetzen, um Abfall zu vermeiden. Ich schaffe es meistens, mit zwei Ausrollvorgängen auszukommen.
Die richtige Dicke. Rolle den Teig nicht zu dünn aus, sonst brechen die Plätzchen beim Füllen. 3-4 mm sind ideal. Wenn du kein Gefühl dafür hast, nimm zwei gleich dicke Holzstäbchen oder Lineale als Führung für das Nudelholz.
Multitasking ist alles. Während der Teig im Ofen backt, kannst du schon die nächste Ladung vorbereiten. Und während die Plätzchen abkühlen, kümmerst du dich um die Füllung. So bist du in unter einer Stunde fertig.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist schon fantastisch, aber manchmal macht es Spaß, ein bisschen zu experimentieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
1. Vegane Variante: Ersetze die Butter durch vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Eigelb durch 1 EL kaltes Wasser + 1 EL Apfelmus. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit Geduld klappt es. Die Füllung bleibt gleich, da Glühwein ja vegan ist.
2. Glutenfreie Variante: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung, die für Mürbeteig geeignet ist. Ich habe gute Erfahrungen mit der Schär Mix B gemacht. Der Teig wird etwas krümeliger, also sei vorsichtig beim Ausstechen. Lege die geformten Plätzchen vor dem Backen für 15 Minuten in den Kühlschrank – das hilft, die Form zu halten.
3. Andere Füllungen: Die Glühwein-Füllung ist der Star, aber du kannst auch andere winterliche Aromen ausprobieren. Wie wäre es mit einer Füllung aus Preiselbeeren und Orangenschale? Oder einer Schokoladen-Glühwein-Füllung? Dafür lässt du einfach 50 g Zartbitterschokolade im warmen Glühwein schmelzen.
4. Gewürzvariation: Für eine noch intensivere Weihnachtsnote kannst du dem Teig 1 TL Lebkuchengewürz hinzufügen. Das gibt den Spitzbuben eine warme, würzige Note, die perfekt zur Glühwein-Füllung passt.
5. Ohne Alkohol: Falls du keinen Glühwein mit Alkohol verwenden möchtest, nimm alkoholfreien Glühwein oder einfach roten Traubensaft, den du mit den gleichen Gewürzen (Zimt, Nelken, Sternanis) aufkochst. Der Geschmack ist etwas milder, aber immer noch sehr lecker.
Tipps zum Servieren & Aufbewahren
Diese Spitzbuben schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Die Füllung wird dann weicher und die Aromen verbinden sich auf magische Weise. Hier sind meine Tipps für die perfekte Präsentation und Lagerung:
Servieren: Serviere die Spitzbuben bei Zimmertemperatur. Sie schmecken pur, aber auch als Begleitung zu einer Tasse Glühwein oder einem heißen Kakao. Für eine besonders schöne Präsentation lege sie auf einen runden Teller und bestäube sie noch einmal mit etwas Puderzucker. Ein paar frische Rosmarinzweige oder Zimtstangen als Deko sehen auch toll aus.
Aufbewahren: Bewahre die Spitzbuben in einer luftdichten Keksdose auf. Zwischen die Lagen solltest du ein Stück Backpapier legen, damit sie nicht aneinanderkleben. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu zwei Wochen – aber bei mir sind sie meistens schon nach einer Woche weg. Wichtig: Nicht im Gefrierschrank aufbewahren, da die Füllung sonst kristallisiert und die Plätzchen matschig werden, wenn sie auftauen.
Einfrieren: Du kannst die ungefüllten Plätzchen (also die Basis und die Deckel getrennt) problemlos einfrieren. Lege sie dazu in einen Gefrierbeutel und drücke die Luft heraus. Im Gefrierschrank halten sie sich bis zu drei Monate. Zum Füllen taust du sie bei Zimmertemperatur auf und gehst dann wie gewohnt vor. Die Füllung selbst kannst du auch einfrieren – einfach in einem kleinen Glas oder einer Eiswürfelform.
Reheating-Tipp: Wenn die Spitzbuben nach ein paar Tagen etwas weich geworden sind (was normal ist), leg sie für 2-3 Minuten in den Ofen bei 100 °C. Das macht sie wieder knusprig, ohne die Füllung zu beeinträchtigen.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich weiß, Weihnachtsplätzchen sind nicht unbedingt das, was man als „Gesundheitskost” bezeichnen würde. Aber hey, es ist Weihnachten! Trotzdem hat dieses Rezept ein paar überraschende Vorteile:
| Nährwertangaben (pro Stück) | Wert |
|---|---|
| Kalorien | ca. 85 kcal |
| Fett | 4 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 2,5 g |
| Kohlenhydrate | 11 g |
| davon Zucker | 5 g |
| Eiweiß | 1 g |
Gesundheitliche Vorteile: Die Glühwein-Füllung enthält Gewürze wie Zimt und Nelken, die entzündungshemmend wirken und die Verdauung fördern können. Rote Trauben, die Basis des Glühweins, sind reich an Antioxidantien. Und mal ehrlich, ein Plätzchen am Tag hebt die Stimmung – und das ist doch auch etwas wert! Wenn du auf Zucker achtest, kannst du den Puderzucker weglassen oder durch eine dünne Schicht Xylit ersetzen. Aber ich finde, der Puderzucker gehört einfach dazu.
Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl) und Laktose (in der Butter). Für eine laktosefreie Variante verwende laktosefreie Butter. Die vegane Variante (siehe oben) ist frei von Milchprodukten und Eiern.
Fazit
Diese zarten Spitzbuben mit fruchtiger Glühwein-Füllung sind für mich der Inbegriff von Weihnachtsbäckerei. Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken unglaublich gut und bringen dieses besondere, winterliche Gefühl in die Küche. Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und der intensiven, würzigen Füllung ist einfach unschlagbar. Und das Beste? Du kannst sie ganz nach deinem Geschmack anpassen – ob vegan, glutenfrei oder mit einer anderen Füllung.
Ich liebe es, wie diese Plätzchen aussehen, wenn sie fertig sind – mit dem Puderzucker, der wie Schnee auf ihnen liegt. Und jedes Mal, wenn ich sie backe, denke ich an diesen hektischen Dezembertag zurück, an dem aus einer Verlegenheitslösung ein neues Familienrezept wurde. Vielleicht wird es ja auch bei dir zu einem solchen?
Probier es unbedingt aus! Ich bin gespannt, wie sie dir schmecken. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar unten, wenn du sie gebacken hast, oder teile deine eigenen Variationen mit mir. Und wenn du noch mehr weihnachtliche Inspiration suchst, schau dir auch mein Rezept für saftige Zimtsterne mit Mandelmehl an oder probiere meine buttrigen Vanillekipferl mit Nussbutter – sie sind beide absolute Klassiker in meiner Weihnachtsbäckerei. Frohes Backen und eine wundervolle Weihnachtszeit!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Wickel den Teig in Frischhaltefolie und leg ihn über Nacht in den Kühlschrank. Lass ihn vor dem Ausrollen etwa 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit er nicht zu hart ist. Der Teig wird sogar noch geschmeidiger, wenn er durchziehen kann.
Die Füllung ist zu flüssig geworden – was kann ich tun?
Keine Panik! Gib die Füllung zurück in den Topf und koche sie bei niedriger Hitze noch einmal ein, bis sie eindickt. Rühre dabei ständig, damit nichts anbrennt. Wenn sie zu dick wird, kannst du einen Teelöffel Glühwein oder Wasser unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Meine Spitzbuben sind nach dem Backen hart geworden. Woran liegt das?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu lange geknetet wurde oder zu dünn ausgerollt war. Achte beim nächsten Mal darauf, den Teig nur so lange zu kneten, bis er gerade zusammenhält, und rolle ihn nicht dünner als 3 mm aus. Auch die Backzeit spielt eine Rolle – nimm die Plätzchen raus, sobald sie leicht goldbraun sind.
Kann ich die Spitzbuben auch ohne Eigelb backen?
Ja, du kannst das Eigelb durch 1 EL kaltes Wasser ersetzen. Der Teig wird dann etwas bröseliger, aber es funktioniert. Für eine vegane Variante siehe den Abschnitt „Variationen & Anpassungen” oben.
Wie lange halten sich die Spitzbuben in der Dose?
In einer luftdichten Keksdose, an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt, halten sie sich etwa zwei bis drei Wochen. Nach einer Woche werden sie allerdings etwas weicher – das ist normal und macht sie sogar noch zarter. Wenn du sie knuspriger magst, leg sie für ein paar Minuten in den Ofen.
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Zarte Spitzbuben mit fruchtiger Glühwein-Füllung – Einfaches Rezept
Diese zarten Spitzbuben mit fruchtiger Glühwein-Füllung sind ein einfaches und schnelles Weihnachtsplätzchen-Rezept, das aus der Not heraus entstanden ist und zum absoluten Liebling wurde. Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und intensiv-würziger Füllung begeistert Groß und Klein.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 42 Minuten
- Yield: 15-18 Portionen 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
- 80 g Puderzucker, gesiebt
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 250 ml roter Glühwein
- 2 EL brauner Zucker
- 1 TL Zitronensaft
- 1/2 TL gemahlener Zimt
- 1/4 TL gemahlene Nelken
- 1 Sternanis (optional)
- Puderzucker, nach Bedarf zum Bestäuben
Instructions
- Die Glühwein-Füllung vorbereiten: Glühwein, braunen Zucker, Zitronensaft, Zimt und Nelken in einen kleinen Topf geben. Optional Sternanis hinzufügen. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann Hitze reduzieren und auf etwa die Hälfte einkochen lassen (ca. 10-12 Minuten), bis der Sirup dickflüssig ist. Sternanis entfernen und vollständig abkühlen lassen.
- Den Mürbeteig zubereiten: Mehl, kalte Butterwürfel, gesiebten Puderzucker, Eigelb, Vanillezucker und Salz in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät auf niedriger Stufe zu einem krümeligen Teig verarbeiten (ca. 2-3 Minuten). Dann kurz mit den Händen zu einer glatten Kugel kneten. Nicht zu lange kneten.
- Den Teig ausrollen und ausstechen: Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick ausrollen. Mit runder Ausstechform (ca. 4-5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Teigreste zusammenkneten, erneut ausrollen und weitere Kreise ausstechen (insgesamt ca. 30-35 Kreise). Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen Stern- oder Herzform (ca. 2 cm) ein Loch in die Mitte stechen.
- Backen: Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis die Unterseiten leicht goldbraun sind. Auf dem Blech 2-3 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen (ca. 15-20 Minuten).
- Die Spitzbuben füllen: Jeweils einen halben Teelöffel der abgekühlten Glühwein-Füllung auf die Mitte eines unteren Plätzchens (ohne Loch) geben und leicht verteilen, dabei einen kleinen Rand frei lassen. Ein Plätzchen mit Loch darauf legen und vorsichtig andrücken, sodass die Füllung leicht durch das Loch quillt. Mit allen Plätzchen wiederholen.
- Bestäuben und genießen: Die fertigen Spitzbuben mit einem feinen Sieb mit Puderzucker bestäuben. Vor dem Verstauen in einer Dose etwa 10 Minuten ziehen lassen.
Notes
Der Teig darf nicht warm werden – bei Bedarf für 10 Minuten in den Kühlschrank legen. Die Füllung nicht zu dünn kochen; die Tropfenprobe hilft: Ein Tropfen auf einem kalten Teller sollte nach 30 Sekunden nicht mehr fließen. Die Spitzbuben schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind.
Nutrition
- Serving Size: 1 Spitzbube
- Calories: 85
- Sugar: 5
- Fat: 4
- Saturated Fat: 2.5
- Carbohydrates: 11
- Protein: 1
Keywords: Spitzbuben, Glühwein, Weihnachtsplätzchen, Mürbeteig, einfach, schnell, fruchtig, würzig


