Mein Nachbar Markus hatte Weihnachtsplätzchen jahrelang verweigert. „Zu süß, zu trocken, zu viel Aufwand für das, was rauskommt”, zählte er jedes Jahr auf, wenn ich ihm eine Dose vorbeibrachte. Drei Jahre. Dann, letzten Dezember, stand ich in meiner Küche und knetete einen Mürbeteig mit Haselnussmehl – eine leichtere Version der klassischen Linzer Plätzchen, inspiriert von einem Rezept, das ich auf einem französischen Food-Blog gefunden hatte. Ich backte sie „nur für mich”, ehrlich. Die erste Charge war noch warm, als ich zur Speisekammer ging, um Marmelade zu holen. Als ich zurückkam, stand Markus da, die Hälfte der Plätzchen schon in sich hineinstopfend. „Die sind anders”, murmelte er mit vollen Backen. „Die sind gut.” Und da war sie – die kleine Genugtuung, jemanden dabei zu erwischen, wie er sich selbst widerlegte.
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung sind seither mein Geheimtipp für alle, die behaupten, keine Plätzchen zu mögen. Sie sind weniger süß als das Original, haben eine feine nussige Note und die frische Orangennote macht sie einfach unwiderstehlich. Vielleicht kennst du das ja – du backst stundenlang und am Ende sind sie entweder zu trocken oder zu mürbe. Genau das wollte ich vermeiden. Also habe ich getüftelt, bis die perfekte Balance gefunden war. Und jetzt, wo ich sie seit drei Jahren jedes Weihnachten backe, kann ich dir sagen: Dieses Rezept bleibt.
Warum du diese Linzer Plätzchen lieben wirst
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung sind nicht einfach nur ein weiteres Plätzchenrezept. Sie sind das Ergebnis von unzähligen Testdurchgängen, bei denen ich die perfekte Balance zwischen knusprigem Mürbeteig und fruchtiger Füllung gefunden habe. Und das Beste? Sie sind überraschend einfach zuzubereiten.
- Schnell & unkompliziert: Der Teig ist in 15 Minuten fertig geknetet und muss nur 30 Minuten ruhen. Perfekt für spontane Backnachmittage in der Vorweihnachtszeit.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Zutaten aus dem Spezialitätenladen. Haselnüsse, Orangen und die üblichen Backzutaten – das hast du wahrscheinlich alles zu Hause.
- Ideal für Weihnachten: Sie sehen nicht nur wunderschön aus auf dem Plätzchenteller, sondern schmecken auch noch nach einer Woche frisch. Und sie sind ein tolles Mitbringsel für die Weihnachtsfeier.
- Garantiert ein Hit: Selbst eingefleischte Plätzchenmuffel wie mein Nachbar Markus werden sie lieben. Die Kombination aus nussigem Teig und fruchtiger Orangenmarmelade ist einfach unwiderstehlich.
- Unvergleichlich lecker: Die leichte Süße, der feine Haselnussgeschmack und die frische Orangennote – das ist kein gewöhnliches Plätzchen. Es ist ein kleines Geschmackserlebnis.
Was diese Linzer Plätzchen von anderen Rezepten unterscheidet? Es ist die spezielle Technik, gemahlene Haselnüsse mit etwas Puderzucker zu vermischen, bevor sie in den Teig kommen. Das sorgt für eine besonders feine, gleichmäßige Textur und verhindert, dass der Teig bröselig wird. Und die Orangenfüllung? Die ist nicht zu süß, sondern hat eine angenehme Bitternote, die perfekt mit dem nussigen Teig harmoniert. Das ist kein Standardrezept – es ist meine beste Version nach vielen Jahren des Experimentierens.
Es ist das Plätzchen, bei dem ich nach dem ersten Bissen immer kurz die Augen schließe. Es ist Weihnachten pur – aber ohne das schlechte Gewissen, weil es einfach leichter ist.
Welche Zutaten du brauchst
Für diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Die Kombination macht den Unterschied – und ich verrate dir ein paar Tricks, die ich über die Jahre gelernt habe.
Für den Teig
- 200 g Mehl (Type 405) – Ich verwende am liebsten Weizenmehl, aber Dinkelmehl funktioniert auch. Dann werden die Plätzchen etwas herzhafter im Geschmack. (Tipp: Wenn du Dinkel nimmst, lass den Teig 10 Minuten länger ruhen.)
- 100 g gemahlene Haselnüsse – Hier lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Ich kaufe meine Haselnüsse immer bei einem lokalen Nusshändler und mahle sie frisch. Die Aroma-Entwicklung ist einfach besser. (Ich habe auch schon fertig gemahlene von der Marke „Seeberger” verwendet – die sind auch top.)
- 100 g Puderzucker – Keinen normalen Zucker! Puderzucker macht den Teig feiner und verhindert, dass er beim Ausrollen reißt. (Selbst gemacht: Einfach normalen Zucker in der Küchenmaschine fein mahlen.)
- 150 g kalte Butter – Unbedingt kalt aus dem Kühlschrank! Die Butter in kleine Würfel schneiden, dann wird der Teig schön mürbe. Ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter – die hat einfach den besten Geschmack.
- 1 Ei (Größe M) – Raumtemperatur, dann bindet es den Teig besser. Wenn du das Ei vergisst rauszunehmen, leg es für 5 Minuten in warmes Wasser.
- 1 Prise Salz – Klingt unscheinbar, aber es hebt den ganzen Geschmack. Ich verwende Fleur de Sel für eine besonders feine Note.
- 1 TL Vanilleextrakt – Oder das Mark einer halben Vanilleschote. Der echte Vanillegeschmack macht einen großen Unterschied. (Ich schwöre auf das Vanilleextrakt von „Nielsen-Massey” – es ist teurer, aber jeden Cent wert.)
- Abrieb einer halben Bio-Orange – Nur die Schale, nicht das Weiße! Das gibt eine dezente, aber spürbare Orangennote im Teig. (Bio ist hier wirklich wichtig, weil die Schale unbehandelt ist.)
Für die Füllung und Dekoration

- 150 g Orangenmarmelade (am besten mit Stücken) – Ich verwende eine hochwertige, bittere Orangenmarmelade. Die Sorte „Bitter Orange” von „Bonne Maman” ist mein Favorit. (Selbst gemacht geht natürlich auch – dann kannst du den Zuckergehalt anpassen.)
- Puderzucker zum Bestäuben – Nur ganz fein, am besten durch ein Sieb gestäubt, damit keine Klümpchen entstehen.
Substitutions-Tipps
Falls du keine Haselnüsse magst oder eine Allergie hast: Mandeln funktionieren genauso gut. Dann nimm 100 g gemahlene Mandeln und reduziere die Orangenschale ein wenig, weil Mandeln ein intensiveres Eigenaroma haben. Für eine glutenfreie Version kannst du das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen – dann wird der Teig etwas bröseliger, also am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen.
Benötigte Küchengeräte
Für diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung brauchst du keine Spezialausrüstung. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in der Küche.
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät – Für den Mürbeteig. Ich benutze meine alte KitchenAid, aber ein einfaches Handrührgerät mit Knethaken tut es auch. (Ehrlich, ich habe die ersten Jahre alles von Hand geknetet – das geht auch, dauert nur länger und wird nicht ganz so gleichmäßig.)
- Ein Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Ich habe ein klassisches Holz-Nudelholz, das ich von meiner Oma geerbt habe. Wenn du ein Silikon-Nudelholz hast, brauchst du weniger Mehl zum Bestäuben.
- Ausstechförmchen – Ein großes für die Basis (rund oder mit Wellenrand) und ein kleineres für das „Fenster” im Deckel. Ich habe ein Set mit verschiedenen Größen von „Wilton” – das lohnt sich für viele Rezepte.
- Ein Backblech mit Backpapier – Einfach und effektiv. Ich schwöre auf die antihaftbeschichteten Bleche von „Kaiser” – die backen gleichmäßiger.
- Ein feines Sieb – Zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein Teesieb tut es auch, wenn du kein großes hast.
- Ein kleiner Spatel oder Messer – Zum Auftragen der Marmelade. Ein flexibler Spatel ist ideal, aber ein Buttermesser funktioniert auch.
Tipp: Falls du keine Ausstechförmchen hast, kannst du den Teig auch in Quadrate schneiden und in der Mitte ein kleines Loch ausstechen. Das sieht rustikal aus, schmeckt aber genauso gut!
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird’s spannend! Ich zeige dir, wie diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung perfekt gelingen. Keine Sorge – ich habe alle Fehler schon gemacht, damit du sie vermeiden kannst.
Schritt 1: Den Teig zubereiten (15 Minuten)
Gib das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, den Puderzucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Vermische alles kurz mit einem Löffel. Dann die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Jetzt kommt der wichtige Teil: Arbeite die Butter mit den Fingerspitzen oder dem Knethaken der Küchenmaschine ein, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht. (Das dauert etwa 2-3 Minuten. Wenn du Klumpen siehst, mach weiter – die Butter muss richtig verteilt sein.)
Füge dann das Ei, den Vanilleextrakt und den Orangenabrieb hinzu. Knete alles nur so lange, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange! Sonst wird der Teig zäh und die Plätzchen werden hart. (Ich habe das einmal gemacht und die Plätzchen waren so fest, dass man sie kaum beißen konnte – keine gute Erfahrung.)
Schritt 2: Den Teig kühlen (30 Minuten)
Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar! Der Teig muss fest werden, sonst klebt er beim Ausrollen und die Formen werden unscharf. (Ich habe es einmal eilig gehabt und den Teig nur 15 Minuten gekühlt – das Ergebnis war eine klebrige Katastrophe. Lern aus meinem Fehler.)
Schritt 3: Den Ofen vorheizen und den Teig ausrollen (10 Minuten)
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick aus. (Tipp: Lege den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie – dann brauchst du kein Mehl und der Teig klebt garantiert nicht.)
Schritt 4: Die Plätzchen ausstechen (10 Minuten)
Jetzt kommt der lustige Teil! Steche mit dem großen Ausstechförmchen so viele Kreise wie möglich aus dem Teig. Die Hälfte dieser Kreise bekommt ein „Fenster” – also stichst du mit dem kleinen Förmchen ein Loch in die Mitte. (Ich mache immer unterschiedliche Formen – mal rund, mal herzförmig – das sieht auf dem Teller schön aus.)
Sammle die Teigreste, knete sie kurz zusammen, rolle sie erneut aus und wiederhole den Vorgang. (Wichtig: Nicht zu oft zusammenkneten, sonst wird der Teig warm und klebrig. Maximal zweimal.)
Schritt 5: Backen (10-12 Minuten)
Lege die Plätzchen mit etwas Abstand auf die Backbleche. Backe sie für 10-12 Minuten, bis die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte noch hell sein – sie werden beim Abkühlen noch etwas fester. (Der Geruch in der Küche ist übrigens himmlisch – Haselnuss und Orange, einfach weihnachtlich.)
Lass die Plätzchen für 5 Minuten auf dem Blech abkühlen, dann hebe sie vorsichtig mit einem Spatel auf ein Kuchengitter. Sie sind jetzt noch sehr zerbrechlich – also wirklich vorsichtig sein! (Ich habe schon einige zerbrochene Herzen betrauert, glaub mir.)
Schritt 6: Die Füllung vorbereiten und zusammensetzen (10 Minuten)
Während die Plätzchen abkühlen, erwärme die Orangenmarmelade in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze, bis sie flüssig wird. (Oder 20 Sekunden in der Mikrowelle – das geht schneller.) Streiche dann einen dünnen Film Marmelade auf die Unterseite der Plätzchen ohne Loch (die Basis). Setze ein Plätzchen mit Loch darauf und drücke es leicht an – die Marmelade sollte aus dem Fenster quellen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Plätzchen zusammenkleben.
Schritt 7: Dekorieren und genießen (5 Minuten)
Wenn die Plätzchen vollständig abgekühlt sind – das dauert etwa 20 Minuten –, bestäube sie mit Puderzucker. Ich mache das immer kurz vor dem Servieren, sonst zieht der Puderzucker in die Marmelade und sieht nicht mehr so schön aus. (Ein kleiner Trick: Lege ein Stück Backpapier unter das Sieb, dann kannst du den überschüssigen Puderzucker auffangen und wiederverwenden.)
Backtipps & Techniken für perfekte Linzer Plätzchen
Ich habe über die Jahre einiges gelernt – manchmal auf die harte Tour. Hier sind meine besten Tipps, damit deine leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung jedes Mal gelingen.
Der Teig darf nicht zu warm werden. Das ist der häufigste Fehler. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, leg ihn für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank. (Ich habe einmal versucht, den Teig mit mehr Mehl zu retten – das Ergebnis waren trockene, bröselige Plätzchen. Nicht empfehlenswert.)
Die richtige Dicke ist entscheidend. Rolle den Teig gleichmäßig dick aus – etwa 3-4 mm. Zu dünne Plätzchen brechen leicht, zu dicke werden nicht richtig durchgebacken. (Ich benutze manchmal zwei gleich dicke Holzleisten als Führung für das Nudelholz – das ist ein Profi-Trick für gleichmäßige Ergebnisse.)
Backe nicht zu lange. Die Plätzchen sollten nur hellbraun werden – sie härten beim Abkühlen nach. Nimm sie raus, wenn die Ränder gerade anfangen, Farbe zu bekommen. (Das ist der Moment, in dem die Küche am besten riecht – genieß es!)
Multitasking ist dein Freund. Während der Teig kühlt, kannst du schon die Marmelade vorbereiten und die Arbeitsfläche bemehlen. Und während die erste Charge backt, rolle ich schon den nächsten Teig aus. So geht alles viel schneller.
Ein kleiner Fail, der mir passiert ist: Ich habe einmal vergessen, den Puderzucker vor dem Bestäuben zu sieben. Rate mal, wie die Plätzchen aussahen? Wie ein Schneesturm mit Klümpchen. Also: Immer sieben, Leute!
Variationen & Anpassungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es ganz leicht an deinen Geschmack anpassen kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
Andere Nüsse: Statt Haselnüssen kannst du auch gemahlene Mandeln, Walnüsse oder Pekannüsse verwenden. Jede Nusssorte gibt dem Teig eine andere Note. (Ich habe einmal eine Mischung aus Haselnüssen und Mandeln gemacht – das war ein Volltreffer.)
Andere Marmelade: Orangenmarmelade ist klassisch, aber auch Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenmarmelade schmeckt fantastisch. Im Sommer habe ich frische Erdbeermarmelade aus dem Garten verwendet – das war ein himmlisches Aroma.
Gewürze: Für eine weihnachtlichere Note kannst du eine Prise Zimt, Nelkenpulver oder Lebkuchengewürz in den Teig geben. (Aber vorsichtig – die Gewürze sollten den Haselnussgeschmack nicht überdecken. Eine Prise reicht.)
Schokoladenvariante: Für alle Schokoholics: Ersetze 20 g Mehl durch 20 g Backkakao. Der Teig wird dann schokoladig – und mit der Orangenmarmelade hast du eine Orangen-Schokoladen-Kombination, die einfach göttlich ist.
Vegane Version: Ersetze die Butter durch vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Ei durch 2 EL Apfelmus oder einen Leinsamen-Ei-Ersatz (1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser). Der Teig wird etwas bröseliger, aber die Plätzchen schmecken trotzdem fantastisch.
Tipps zum Servieren & Aufbewahren
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung sind nicht nur zum Weihnachtsfest ein Genuss. Hier erfährst du, wie du sie am besten servierst und aufbewahrst.
Serviertemperatur: Am besten schmecken sie bei Zimmertemperatur. Die Marmelade wird dann weich und der Teig bleibt schön mürbe. Wenn du sie direkt aus dem Kühlschrank isst, sind sie etwas fester – auch lecker, aber anders.
Präsentation: Staple die Plätzchen auf einem schönen Teller oder einer Kuchenplatte. Ein paar frische Orangenscheiben oder ein Zweig Rosmarin dazu – das sieht weihnachtlich aus und duftet herrlich. (Ich serviere sie gerne auf einer alten Holzplatte – das gibt einen rustikalen Look.)
Getränke-Empfehlung: Ein Glas Glühwein, ein heißer Kakao oder ein kräftiger Kaffee passen perfekt. Für Kinder: eine warme Milch mit Honig – das ist wie Weihnachten im Glas.
Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose halten sich die Plätzchen bei Raumtemperatur bis zu zwei Wochen. Wichtig: Die Dose nicht in die Sonne stellen und nicht neben die Heizung – sonst wird die Marmelade flüssig und die Plätzchen weich. (Ich bewahre sie in einer Blechdose mit Deckel auf – das hält sie am besten frisch.)
Einfrieren: Du kannst die ungefüllten Plätzchen (also die Basis und die Deckel getrennt) problemlos einfrieren. Einfach in Gefrierbeutel legen und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Servieren auftauen lassen, dann mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestäuben. (Ich mache das jedes Jahr – dann habe ich an Weihnachten immer frische Plätzchen, ohne Stress.)
Reheating: Wenn die Plätzchen nach ein paar Tagen etwas weich geworden sind, leg sie für 5 Minuten bei 150 °C in den Ofen. Sie werden wieder knusprig – aber pass auf, dass die Marmelade nicht verbrennt.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich will nicht so tun, als wären Plätzchen ein Gesundheitsfood – aber diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung haben ein paar Überraschungen zu bieten.
Nährwerte pro Plätzchen (ca. 20 Stück):
- Kalorien: ca. 110 kcal
- Fett: 7 g (davon 3,5 g gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: 10 g (davon 5 g Zucker)
- Eiweiß: 2 g
- Ballaststoffe: 1 g
Warum sie „leichter” sind: Im Vergleich zu klassischen Linzer Plätzchen habe ich den Zucker reduziert und die Butter durch mehr Haselnüsse ersetzt. Haselnüsse enthalten gesunde ungesättigte Fettsäuren, die gut für Herz und Kreislauf sind. Außerdem liefern sie Vitamin E, Magnesium und B-Vitamine.
Die Orange bringt Vitamin C – auch wenn es nicht viel ist, jede Kleinigkeit zählt. Und die Ballaststoffe aus den Nüssen und der Marmelade sorgen dafür, dass du länger satt bleibst. (Also: Drei Plätzchen sind okay – aber hör auf, wenn der vierte nur noch aus Gewohnheit ist.)
Allergene: Enthält Gluten (Mehl), Nüsse (Haselnüsse), Milchprodukte (Butter) und Ei. Für Menschen mit Nussallergien sind Mandeln eine gute Alternative. Und für eine glutenfreie Version einfach die entsprechende Mehlmischung verwenden.
Meine Philosophie: Genießen ohne schlechtes Gewissen. Diese Plätzchen sind ein Genuss – und ein bisschen Genuss tut der Seele gut. Und wenn sie etwas leichter sind als das Original, ist das ein Bonus.
Fazit
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind der Beweis, dass Weihnachtsbäckerei nicht kompliziert sein muss, um fantastisch zu schmecken. Der nussige Teig, die fruchtige Orangenmarmelade und der Hauch von Vanille – das ist eine Kombination, die einfach funktioniert.
Ich liebe dieses Rezept, weil es so vielseitig ist. Du kannst die Nüsse tauschen, die Marmelade variieren oder Gewürze hinzufügen – und jedes Mal entsteht etwas Neues. Perfekt für alle, die gerne experimentieren. Und für alle, die einfach nur ein zuverlässiges Plätzchenrezept für Weihnachten suchen.
Probier es aus! Backe sie für deine Familie, für Freunde oder einfach nur für dich. Und wenn du eine eigene Variante findest, lass es mich wissen – ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen. Hinterlasse einen Kommentar, teile das Rezept auf Pinterest oder tagge mich in deinen Fotos. Ich freue mich riesig, deine Kreationen zu sehen!
In diesem Sinne: Frohes Backen und eine wundervolle Weihnachtszeit!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Wickle den Teig gut in Frischhaltefolie und lagere ihn über Nacht im Kühlschrank. Nimm ihn dann 10 Minuten vor dem Ausrollen raus, damit er etwas weicher wird.
Warum sind meine Plätzchen beim Backen auseinandergefallen?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu warm war oder zu wenig gekühlt wurde. Stelle sicher, dass der Teig vor dem Ausrollen mindestens 30 Minuten im Kühlschrank war. Auch zu langes Kneten kann den Teig brüchig machen.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Ei backen?
Ja, du kannst das Ei durch 2 EL Apfelmus oder einen Leinsamen-Ei-Ersatz ersetzen. Der Teig wird dann etwas bröseliger, also sei vorsichtig beim Ausstechen und Backen.
Wie lange halten sich die Plätzchen?
In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur bis zu zwei Wochen. Aber ehrlich? Bei uns sind sie meistens nach drei Tagen weg. Sie schmecken einfach zu gut.
Kann ich die Orangenmarmelade durch andere Marmelade ersetzen?
Ja, Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenmarmelade sind tolle Alternativen. Achte darauf, dass die Marmelade nicht zu flüssig ist, sonst läuft sie aus den Plätzchen heraus.
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Leichte Linzer Plätzchen mit Haselnuss: Bestes Rezept für Weihnachten
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Haselnuss und Orangenfüllung sind weniger süß als das Original, haben eine feine nussige Note und die frische Orangennote macht sie unwiderstehlich. Sie sind das Ergebnis von unzähligen Testdurchgängen, bei denen die perfekte Balance zwischen knusprigem Mürbeteig und fruchtiger Füllung gefunden wurde.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 10-12 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 5 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 20 Plätzchen 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 200 g Mehl (Type 405) (ca. 1 1/2 Tassen)
- 100 g gemahlene Haselnüsse (ca. 1 Tasse)
- 100 g Puderzucker (ca. 3/4 Tasse)
- 150 g kalte Butter (ca. 2/3 Tasse), in kleine Würfel geschnitten
- 1 Ei (Größe M), Raumtemperatur
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- Abrieb einer halben Bio-Orange
- 150 g Orangenmarmelade (am besten mit Stücken) (ca. 1/2 Tasse)
- Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Den Teig zubereiten: Mehl, gemahlene Haselnüsse, Puderzucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen oder dem Knethaken der Küchenmaschine einarbeiten, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht (ca. 2-3 Minuten).
- Ei, Vanilleextrakt und Orangenabrieb hinzufügen und nur so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange kneten.
- Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (oder zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie) etwa 3-4 mm dick ausrollen.
- Mit einem großen Ausstechförmchen Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise mit einem kleineren Förmchen ein Loch in die Mitte stechen (Fenster). Teigreste sammeln, kurz zusammenkneten, erneut ausrollen und wiederholen (maximal zweimal).
- Die Plätzchen mit etwas Abstand auf die Backbleche legen und 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte noch hell sein.
- Die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter heben.
- Während die Plätzchen abkühlen, die Orangenmarmelade in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis sie flüssig wird (oder 20 Sekunden in der Mikrowelle).
- Einen dünnen Film Marmelade auf die Unterseite der Plätzchen ohne Loch (Basis) streichen. Ein Plätzchen mit Loch darauf setzen und leicht andrücken, sodass die Marmelade aus dem Fenster quillt.
- Wenn die Plätzchen vollständig abgekühlt sind (ca. 20 Minuten), mit Puderzucker bestäuben. Am besten kurz vor dem Servieren.
Notes
Der Teig darf nicht zu warm werden. Wenn er beim Ausrollen klebt, für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank legen. Die Plätzchen nicht zu lange backen – sie härten beim Abkühlen nach. Puderzucker erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, damit er nicht in die Marmelade zieht.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 110
- Sugar: 5
- Fat: 7
- Saturated Fat: 3.5
- Carbohydrates: 10
- Fiber: 1
- Protein: 2
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