Es gab früher eine kleine Bäckerei in der Münchner Au, die hieß „Goldene Krume“. Sie machte die besten Spitzbuben, die ich je gegessen habe – zart, buttrig, mit diesem tiefroten, leicht säuerlichen Johannisbeergelee, das einfach perfekt war. Als die Bäckerei vor zwei Jahren schloss – der Bäcker ging in Rente, kein Nachfolger in Sicht – war ich ehrlich gesagt ein bisschen verzweifelt. Ich hab es nicht übers Herz gebracht, einfach zur nächsten Supermarkt-Backabteilung zu greifen.
Nach acht Versuchen – der erste war eine krümelige Katastrophe, ehrlich gesagt – habe ich es endlich geschafft. Diese einfachen Spitzbuben mit Johannisbeergelee schmecken nicht nur wie damals, sie sind sogar noch besser. Und das Beste? Sie sind in 30 Minuten fertig. Ich meine, wer hat schon Zeit für stundenlanges Teigkühlen und Ausstechen, wenn der Weihnachtsstress oder einfach der Alltag ruft? Letzte Woche stand ich um 22 Uhr in der Küche, weil ich vergessen hatte, dass am nächsten Tag der Elternabend war – und ich wollte nicht mit leeren Händen kommen. Zehn Minuten später war der Teig fertig, 12 Minuten im Ofen, und dann nur noch zusammengeklebt. Die Mütter waren begeistert, und eine hat mich sogar nach dem Rezept gefragt. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn man etwas backt und die Leute gar nicht glauben wollen, wie schnell es ging. Dieses Rezept ist meine kleine Rache an der „Goldenen Krume“ – und mein Geschenk an alle, die keine Zeit für stundenlanges Backen haben, aber trotzdem etwas Besonderes auf den Tisch stellen wollen.
Warum du dieses Rezept für einfache Spitzbuben mit Johannisbeergelee lieben wirst
Ich habe dieses Rezept unzählige Male getestet – mit Freunden, mit meiner Nachbarin, sogar mit meiner Schwiegermutter, die sonst nichts unkommentiert lässt. Jedes Mal war das Ergebnis gleich: perfekte, buttrige Spitzbuben, die nicht auseinanderfallen und genau richtig süß sind. Hier ist, warum dieses Rezept anders ist:
- Schnell & einfach: In genau 30 Minuten hast du fertige Spitzbuben auf dem Tisch. Kein stundenlanges Kühlen, keine komplizierten Schritte. Perfekt für den plötzlichen Besuch oder wenn die Lust auf etwas Süßes einfach nicht warten kann.
- Einfache Zutaten: Du brauchst nichts Exotisches. Mehl, Butter, Zucker, Ei, Vanille – das hast du wahrscheinlich schon zu Hause. Das Johannisbeergelee bekommst du in jedem Supermarkt, oder du machst es selbst, wenn du im Sommer Vorräte angelegt hast.
- Perfekt für jede Gelegenheit: Ob als Weihnachtsgebäck, zum Kaffeeklatsch, für den Kindergeburtstag oder einfach für den gemütlichen Abend auf dem Sofa – diese Spitzbuben passen immer. Sie sind klein, handlich und machen einfach glücklich.
- Absoluter Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der diese Spitzbuben nicht mochte. Kinder lieben die süße Füllung, Erwachsene schätzen den feinen Buttergeschmack. Sie sind einfach unwiderstehlich.
- Unverschämt lecker: Die Kombination aus dem mürben, zarten Teig und dem fruchtig-säuerlichen Johannisbeergelee ist einfach himmlisch. Der Teig schmilzt auf der Zunge, während die Beerenfüllung einen kleinen, erfrischenden Kontrast setzt. Das ist echter Comfort Food – nur in klein.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Der Trick liegt in der perfekten Balance zwischen Butter und Mehl. Ich verwende ein spezielles Mischverhältnis, das den Teig besonders zart macht – aber trotzdem stabil genug, dass die Plätzchen beim Zusammenkleben nicht brechen. Und ich zeige dir, wie du das Gelee so verarbeitest, dass es nicht ausläuft und die Spitzbuben schön aussehen. Das ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept – das ist mein bestes Rezept.
Welche Zutaten du für einfache Spitzbuben mit Johannisbeergelee brauchst
Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du wahrscheinlich alles in deiner Küche hast – außer vielleicht dem Johannisbeergelee. Aber das lässt sich leicht besorgen. Jede Zutat hat ihre Aufgabe, und ich verrate dir, worauf du achten solltest.
Für den Teig
- 250 g Mehl (Type 405): Das ist das Standard-Weizenmehl für feine Backwaren. Es sorgt für eine zarte, aber stabile Krume. Ich verwende am liebsten Mehl von „Aurora“ oder der Hausmarke von „Alnatura“ – die sind fein gemahlen und ergeben einen besonders geschmeidigen Teig. Wenn du nur Vollkornmehl hast, mische es zur Hälfte mit Type 405, sonst werden die Spitzbuben zu fest.
- 125 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich kalt sein – direkt aus dem Kühlschrank. Das ist der Schlüssel zu einem mürben Teig. Ich nehme immer ungesalzene Butter, damit ich die Süße selbst bestimmen kann. Marken wie „Weihenstephan“ oder „Meggle“ sind super, aber jede gute Butter funktioniert. Tipp: Schneide die Butter in kleine Würfel, bevor du sie zum Mehl gibst – das erleichtert das Verarbeiten.
- 70 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und macht die Spitzbuben feiner. Du kannst auch normalen Zucker nehmen, aber der Teig wird dann etwas körniger. Für eine besondere Note kannst du 10 g durch Vanillezucker ersetzen – das gibt ein feines Aroma.
- 1 Eigelb (Größe M): Das Eigelb bindet den Teig und macht ihn geschmeidig. Nimm ein Eigelb von einem Ei aus Freilandhaltung – das gibt eine schönere Farbe. Wenn du vegane Spitzbuben machen willst, ersetze das Eigelb durch 1 EL kaltes Wasser und 1 EL Apfelmus. Funktioniert überraschend gut!
- 1 Prise Salz: Nicht vergessen! Das Salz hebt den Buttergeschmack hervor und verhindert, dass die Spitzbuben zu süß schmecken. Ich verwende Meersalz, aber normales Tafelsalz tut es auch.
- 1 TL Vanilleextrakt (optional): Das ist mein kleiner Geheimtipp. Ein guter Vanilleextrakt – ich mag den von „Dr. Oetker“ oder „Nielsen-Massey“ – gibt dem Teig eine warme, aromatische Note. Du kannst auch das Mark einer halben Vanilleschote verwenden, wenn du Zeit und Lust hast.
Für die Füllung

- 150 g Johannisbeergelee: Hier scheiden sich die Geister. Ich schwöre auf rotes Johannisbeergelee – es hat genau die richtige Balance zwischen Süße und Säure. Die Marke „Schwartau“ macht ein gutes, oder du nimmst Gelee aus dem Bioladen. Achte darauf, dass es kein Konfitüre mit Fruchtstücken ist – das Gelee sollte glatt sein, damit es sich gut verteilen lässt. Wenn du kein Johannisbeergelee magst, nimm Himbeer- oder Preiselbeergelee. Aber ehrlich, die Johannisbeere ist der Klassiker und schmeckt einfach am besten.
- 1 EL Wasser: Das brauchst du, um das Gelee etwas zu verdünnen, damit es sich leichter verstreichen lässt. Einfach erwärmen und glatt rühren. Klingt banal, macht aber einen riesigen Unterschied beim Zusammenkleben der Spitzbuben.
Optional für die Dekoration
- Puderzucker zum Bestäuben: Das gibt den Spitzbuben den letzten Schliff und sieht einfach hübsch aus. Ein feines Sieb ist hier dein bester Freund.
Das war’s. Keine verrückten Zutaten, keine langen Einkaufslisten. Genau so mag ich es – einfach und ehrlich.
Welche Küchengeräte du brauchst
Für diese einfachen Spitzbuben brauchst du keine spezielle Ausrüstung. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon in deiner Küche. Aber ein paar Helfer machen die Arbeit leichter:
- Rührschüssel: Eine mittelgroße Schüssel aus Edelstahl oder Glas – nichts Besonderes. Ich benutze meine alte „Rösle“-Schüssel, die ich schon seit Jahren habe.
- Handrührgerät oder Küchenmaschine: Ein Handrührgerät mit Knethaken ist ideal. Du kannst den Teig aber auch von Hand kneten – dauert dann etwa 5 Minuten länger, ist aber genauso gut. Meine Küchenmaschine von „KitchenAid“ macht die Arbeit natürlich schneller, aber ehrlich, die Spitzbuben schmecken genauso, wenn du sie mit der Hand machst.
- Ausstechformen: Du brauchst eine runde Form (ca. 4-5 cm Durchmesser) und eine kleinere Form für das „Fenster“ – zum Beispiel ein Herz, einen Stern oder einen Kreis. Ich habe ein Set von „Wilton“, das schon tausendmal benutzt wurde. Wenn du keine kleine Form hast, nimm einfach einen Schnapsglas oder eine Spritztülle – das funktioniert auch!
- Backblech mit Backpapier: Ein normales Backblech reicht. Das Backpapier verhindert, dass die Plätzchen ankleben. Ich schwöre auf die beschichteten Papiere von „Backpapier Profi“ – die kann man sogar zweimal benutzen.
- Nudelholz: Ein einfaches Holz-Nudelholz ist perfekt. Ich mag das schwere aus Buchenholz – es rollt gleichmäßig und braucht nicht viel Kraft. Wenn du kein Nudelholz hast, nimm eine saubere Flasche (etwa eine Weinflasche) – das habe ich in meiner Studentenzeit oft gemacht.
- Teigschaber: Ein flexibler Teigschaber aus Silikon hilft, den Teig aus der Schüssel zu bekommen, ohne dass er klebt. Die Dinger kosten fast nichts und sind unersetzlich.
- Feines Sieb: Zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein kleines Teesieb tut es auch, wenn du kein großes hast.
Budget-Tipp: Wenn du noch keine Ausstechformen hast, kaufe ein günstiges Set im Discounter. Die kosten oft unter 5 Euro und reichen völlig aus. Meine ersten Formen waren von „Tchibo“ – die habe ich heute noch!
Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfekte Spitzbuben
Jetzt wird’s ernst! Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich zeige dir jeden Schritt genau – mit all meinen Tricks, die ich in den letzten Jahren gelernt habe. Los geht’s!
Schritt 1: Den Teig zubereiten (10 Minuten)
- Gib das Mehl (250 g) und die kalte Butter (125 g, in kleinen Würfeln) in eine Rührschüssel. Ja, die Butter muss kalt sein – das ist nicht verhandelbar! Wenn die Butter zu warm wird, wird der Teig klebrig und die Spitzbuben werden hart.
- Verrühre alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) auf niedriger Stufe, bis eine krümelige Masse entsteht. Das dauert etwa 1-2 Minuten. Es sollte aussehen wie feuchter Sand – genau so will ich es haben.
- Füge den Puderzucker (70 g), das Eigelb, die Prise Salz und den Vanilleextrakt (optional) hinzu. Knete alles kurz auf mittlerer Stufe, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange kneten! Sobald der Teig zusammenhält, ist Schluss. Sonst wird er zäh – aus Erfahrung spreche ich da.
- Forme den Teig zu einer flachen Scheibe (ca. 2 cm dick) und wickle sie in Frischhaltefolie. Ab in den Kühlschrank für 20 Minuten. Ja, ich weiß, ich habe gesagt „in 30 Minuten fertig“ – aber diese 20 Minuten Kühlzeit sind Gold wert. Der Teig wird fest, lässt sich besser ausrollen und die Plätzchen behalten ihre Form. Außerdem kannst du in der Zeit das Gelee vorbereiten oder schon mal den Ofen vorheizen.
Mein Tipp: Wenn du es wirklich eilig hast, leg den Teig für 10 Minuten ins Gefrierfach. Das geht auch – aber pass auf, dass er nicht durchfriert. Ich hab das schon gemacht, als ich um 23 Uhr noch Spitzbuben backen musste (ja, wirklich).
Schritt 2: Den Ofen vorheizen und das Gelee vorbereiten (5 Minuten)
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Ein vorgeheizter Ofen ist wichtig – die Spitzbuben sollen gleichmäßig backen und nicht erst antauen.
- Gib das Johannisbeergelee (150 g) in eine kleine Schüssel und rühre es mit 1 EL Wasser glatt. Erwärme es kurz in der Mikrowelle (ca. 20 Sekunden bei 600 Watt) oder in einem kleinen Topf auf dem Herd. Das Gelee sollte flüssig sein, aber nicht kochen. So lässt es sich später leichter verstreichen.
Schritt 3: Den Teig ausrollen und ausstechen (10 Minuten)
- Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Nicht zu viel – sonst wird der Teig trocken. Ein gehäufter Teelöffel reicht völlig.
- Rolle den gekühlten Teig gleichmäßig aus. Die ideale Dicke ist 3-4 mm. Nicht dünner, sonst brechen die Spitzbuben, und nicht dicker, sonst sind sie zu mürbe. Ein guter Trick: Lege zwei gleich dicke Holzstäbchen (oder Kochlöffelstiele) links und rechts neben den Teig – dann rollst du automatisch die richtige Höhe.
- Jetzt kommt der spaßige Teil: Steche mit der großen runden Form so viele Kreise wie möglich aus. Drücke die Form fest durch, aber drehe sie nicht – sonst verschließt du die Ränder und die Plätzchen gehen nicht gleichmäßig auf.
- Bei der Hälfte der Kreise stichst du mit der kleinen Form ein „Fenster“ in der Mitte aus. Das werden die Deckel. Die kleinen ausgestochenen Figuren kannst du sammeln und später mitbacken – als kleine Nascherei für den Bäcker (also dich!).
- Setze die Plätzchen mit etwas Abstand auf das mit Backpapier belegte Blech. Sie gehen kaum auseinander, aber etwas Platz sollte sein.
- Sammle die Teigreste ein, knete sie kurz zusammen und rolle sie erneut aus. Wiederhole den Vorgang, bis der Teig aufgebraucht ist. Aus den Resten werden die Plätzchen oft etwas fester – aber das ist okay, sie schmecken trotzdem.
Schritt 4: Backen (12 Minuten)
- Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene). Backe die Spitzbuben für 10-12 Minuten. Sie sollten hell bleiben – nur die Ränder dürfen ganz leicht goldbraun werden. Wenn sie zu dunkel werden, sind sie trocken und hart.
- Nach 10 Minuten solltest du einen Blick hineinwerfen. Jeder Ofen ist anders – meiner braucht genau 11 Minuten. Wenn die Plätzchen anfangen, an den Rändern Farbe zu bekommen, sind sie fertig.
- Nimm das Blech aus dem Ofen und lass die Plätzchen 2-3 Minuten auf dem Blech abkühlen. Sie sind anfangs noch weich und zerbrechlich. Dann setzt du sie vorsichtig auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen.
Warnung: Nicht an den heißen Plätzchen naschen! Ich habe mir schon mal die Zunge verbrannt – und die Spitzbuben waren noch nicht mal fertig. Warte, bis sie komplett abgekühlt sind, bevor du sie zusammensetzt.
Schritt 5: Die Spitzbuben zusammensetzen (5 Minuten)
- Wenn alle Plätzchen vollständig abgekühlt sind (das ist wichtig – sonst schmilzt das Gelee), bestreichst du die unteren Hälften (die ohne Fenster) dünn mit dem vorbereiteten Johannisbeergelee. Ein Teelöffel pro Plätzchen reicht – nicht zu viel, sonst quillt es seitlich heraus.
- Setze die Deckel (mit Fenster) vorsichtig auf die bestrichenen Böden. Drücke sie leicht an, aber nicht zu fest – die Spitzbuben sollen zart bleiben.
- Bestäube die fertigen Spitzbuben mit Puderzucker. Ein feines Sieb ist hier ideal – gib nicht zu viel auf einmal, sonst sieht es aus wie Pulverschnee (außer das willst du für Weihnachten – dann ist es perfekt).
Und fertig! In weniger als 30 Minuten hast du wunderschöne, selbstgemachte Spitzbuben, die aussehen wie vom Bäcker. Ich sag’s dir, das erste Mal, als ich das Rezept perfekt hinbekam, hab ich vor Freude getanzt. Okay, vielleicht habe ich ein bisschen übertrieben – aber du wirst verstehen, warum.
Tipps & Tricks für die perfekten Spitzbuben
Nach unzähligen Versuchen – und einigen Fehlschlägen – habe ich ein paar wichtige Lektionen gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit deine Spitzbuben garantiert gelingen:
Das Geheimnis des perfekten Mürbeteigs
Der Teig ist das A und O. Wenn er zu weich ist, verlaufen die Plätzchen. Wenn er zu fest ist, werden sie hart. Die Lösung? Kalte Butter und nicht zu viel kneten. Ich habe einmal den Fehler gemacht und den Teig mit der Küchenmaschine 5 Minuten lang geknetet – das Ergebnis war eine Katastrophe. Die Spitzbuben waren so zäh, dass man sie kaum beißen konnte. Also: Kurz kneten, bis alles gerade so zusammenhält, dann ab in den Kühlschrank.
Das richtige Ausstechen
Drücke die Ausstechformen gerade und fest durch – aber drehe sie nicht. Wenn du drehst, verschließen sich die Ränder, und die Plätzchen backen ungleichmäßig. Und noch ein Tipp: Tauche die Formen zwischendurch in Mehl, damit der Teig nicht kleben bleibt. Besonders bei den kleinen Fensterformen ist das wichtig – sonst reißt der Teig beim Herauslösen.
Die optimale Backzeit
Jeder Ofen ist anders. Meine Empfehlung: Backe die erste Ladung für 10 Minuten und beobachte sie genau. Wenn die Ränder anfangen, sich leicht zu verfärben, sind sie fertig. Nimm sie lieber eine Minute zu früh als eine Minute zu spät heraus – zu trockene Spitzbuben sind einfach traurig. Ich habe schon welche gebacken, die aussahen wie Kekse aus der Steinzeit – nicht empfehlenswert.
Das Gelee richtig verarbeiten
Das Gelee sollte dünnflüssig sein, aber nicht heiß. Wenn es zu heiß ist, weicht es die Plätzchen auf. Wenn es zu kalt ist, lässt es sich nicht verteilen. Die ideale Temperatur ist lauwarm – etwa Körpertemperatur. Und trage es wirklich nur dünn auf. Ich habe anfangs immer zu viel genommen, und das Gelee ist an den Seiten herausgelaufen. Sieht nicht schön aus und klebt beim Aufbewahren.
Multitasking leicht gemacht
Während der Teig kühlt, heize den Ofen vor und bereite das Gelee vor. Während die erste Ladung backt, rolle den nächsten Teig aus. So sparst du wertvolle Zeit und die Spitzbuben sind wirklich in 30 Minuten fertig. Ich stelle mir immer einen Timer – einen für den Ofen und einen für den Teig im Kühlschrank. Klingt übertrieben, aber es hilft!
Variationen & Anpassungen für deine Spitzbuben
Das Grundrezept ist schon perfekt, aber manchmal will man etwas Neues ausprobieren. Hier sind meine liebsten Variationen – jede davon habe ich selbst getestet (und gegessen):
Vegane Spitzbuben
Ersetze das Eigelb durch 1 EL kaltes Wasser und 1 EL Apfelmus. Die Butter kannst du durch vegane Margarine ersetzen – achte darauf, dass sie fest ist und mindestens 80 % Fett enthält. Ich habe die Marke „Alsan“ getestet – die funktioniert super. Die veganen Spitzbuben werden etwas weniger buttrig, aber immer noch lecker. Meine vegane Freundin war begeistert!
Glutenfreie Spitzbuben
Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von „Schaer“ oder „Doves Farm“). Der Teig wird etwas bröseliger, also arbeite vorsichtig. Füge 1/2 TL Guarkernmehl hinzu – das bindet den Teig besser. Die glutenfreien Spitzbuben sind etwas empfindlicher, aber der Geschmack ist fantastisch. Perfekt für Freunde mit Zöliakie.
Andere Füllungen
Johannisbeergelee ist der Klassiker, aber du kannst jedes Gelee oder jede Konfitüre verwenden. Himbeergelee ist mein zweiter Favorit – es ist süßer und passt auch gut. Oder probiere Aprikosenkonfitüre für eine fruchtige Note. Sogar Marmelade mit Stückchen geht – dann werden die Spitzbuben etwas rustikaler. Einmal habe ich sogar Nutella verwendet – das war zwar nicht traditionell, aber wahnsinnig lecker (und die Kinder haben alles aufgegessen, bevor ich ein Foto machen konnte).
Gewürzvariationen
Füge dem Teig 1/2 TL Zimt oder eine Prise Kardamom hinzu – das gibt den Spitzbuben eine weihnachtliche Note. Oder reibe etwas frische Zitronenschale in den Teig – das macht sie frischer und fruchtiger. Für eine besondere Note habe ich einmal 1 EL gemahlene Mandeln unter den Teig gemischt – das war ein Experiment, das sich gelohnt hat!
Servieren & Aufbewahren der Spitzbuben
Die Spitzbuben schmecken am besten, wenn sie ein paar Stunden durchgezogen sind. Das Gelee verbindet sich dann mit dem Teig und alles wird noch zarter. Aber ehrlich – ich habe noch nie erlebt, dass sie so lange überlebt haben.
Servieren
Serviere die Spitzbuben bei Zimmertemperatur auf einer hübschen Platte. Ein Klecks Sahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu? Himmlisch! Oder einfach pur zum Kaffee oder Tee. Sie sind auch perfekt für das Weihnachtsplätzchen-Blech – zusammen mit Vanillekipferl und Zimtsternen ein echter Hingucker.
Aufbewahren
Bewahre die Spitzbuben in einer luftdichten Dose auf. Zwischen die Schichten legst du am besten Backpapier, damit sie nicht aneinanderkleben. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu 2 Wochen – aber ehrlich, bei mir sind sie nach 3 Tagen immer weg. Du kannst sie auch einfrieren: Lege die ungefüllten (aber gebackenen) Plätzchen in einen Gefrierbeutel. Sie halten sich bis zu 3 Monate. Zum Servieren einfach auftauen, mit Gelee füllen und mit Puderzucker bestäuben. So hast du immer frische Spitzbuben parat – perfekt für unerwarteten Besuch!
Reheating
Spitzbuben müssen nicht aufgewärmt werden. Aber wenn du sie aus dem Kühlschrank nimmst, lass sie 10 Minuten bei Zimmertemperatur stehen – dann entfalten sie ihr volles Aroma. Wenn du sie aus dem Gefrierfach holst, tauen sie in 20 Minuten auf. Keine Mikrowelle benutzen – das macht sie weich und matschig.
Mein Tipp: Die Spitzbuben schmecken am zweiten Tag noch besser – der Teig wird durch das Gelee noch zarter. Also backe sie ruhig einen Tag vor dem Servieren. Ich mache das immer so, wenn ich Gäste erwarte – dann habe ich am Tag selbst weniger Stress.
Nährwertinformationen & gesundheitliche Vorteile
Okay, Spitzbuben sind kein Diätgericht – aber das müssen sie auch nicht sein! Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei ca. 25 Stück):
- Kalorien: ca. 110 kcal
- Fett: 6 g
- Kohlenhydrate: 13 g
- Eiweiß: 1 g
- Zucker: 7 g
Die Johannisbeeren im Gelee sind übrigens kleine Vitaminbomben. Sie enthalten viel Vitamin C und Antioxidantien – das ist doch ein kleiner Trost, oder? Und der Butter-Mürbeteig macht einfach glücklich – und Glücklichsein ist auch gesund, oder? Ich sehe das so: In Maßen genossen, ist alles erlaubt. Ein oder zwei Spitzbuben zum Kaffee sind kein Problem – die ganze Dose auf einmal vielleicht schon. Aber wer kann das schon? (Ich gebe zu, ich manchmal.)
Allergene: Enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für vegane und glutenfreie Varianten siehe die Variationen oben.
Fazit – Warum du dieses Rezept unbedingt ausprobieren solltest
Diese einfachen Spitzbuben mit Johannisbeergelee sind mehr als nur ein Rezept – sie sind eine kleine Zeitreise zurück in die „Goldene Krume“. Aber sie sind auch der Beweis, dass gutes Backen nicht kompliziert sein muss. In 30 Minuten hast du etwas auf dem Tisch, das aussieht, als hättest du den ganzen Tag in der Küche gestanden. Und das Beste? Du weißt genau, was drin ist – keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsstoffe, nur ehrliche Zutaten.
Ich liebe dieses Rezept, weil es so flexibel ist. Du kannst es anpassen, wie du willst – mit anderen Füllungen, Gewürzen oder sogar als vegane Version. Es ist mein Go-to-Rezept, wenn ich schnell etwas backen muss, und es enttäuscht nie. Probier es aus – ich bin mir sicher, dass du es genauso lieben wirst wie ich. Und wenn du es machst, schreib mir doch einen Kommentar! Erzähl mir, wie es gelaufen ist, welche Füllung du gewählt hast oder ob du eine eigene Variation ausprobiert hast. Ich freue mich riesig auf deine Geschichten – und vielleicht hast du ja auch eine „Goldene Krume“-Geschichte zu erzählen.
Also, ran an die Schürze und los geht’s! Deine Küche wird es dir danken – und deine Familie oder Gäste erst recht. Versprochen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Teig auch einen Tag vorher zubereiten?
Ja, absolut! Wickle den Teig gut in Frischhaltefolie und lagere ihn im Kühlschrank. Er hält sich bis zu 2 Tage. Nimm ihn etwa 10 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird. Das spart Zeit, wenn du am Backtag wenig Zeit hast.
Warum wird mein Teig klebrig?
Das passiert, wenn die Butter zu warm wird. Achte darauf, dass alle Zutaten kalt sind, und knete den Teig nicht zu lange. Wenn der Teig trotzdem klebt, stelle ihn für 10 Minuten in den Kühlschrank. Mehl nachträglich unterkneten ist auch eine Option – aber dann werden die Plätzchen etwas fester.
Kann ich auch andere Geleesorten verwenden?
Klar! Himbeere, Aprikose, Preiselbeere oder sogar Erdbeere – alles funktioniert. Achte nur darauf, dass es ein glattes Gelee ist und keine Konfitüre mit Fruchtstücken. Die Stücke können die Plätzchen beim Zusammensetzen beschädigen. Probiere auch mal Pflaumenmus – das gibt eine herbstliche Note.
Meine Spitzbuben sind nach dem Backen zu hart. Was habe ich falsch gemacht?
Wahrscheinlich war der Teig zu lange geknetet, oder die Backzeit war zu lang. Mürbeteig sollte nur so lange geknetet werden, bis er gerade zusammenhält. Und die Plätzchen sind fertig, wenn sie hell sind – nicht wenn sie goldbraun werden. Ein weiterer Grund könnte sein, dass du zu viel Mehl beim Ausrollen verwendet hast. Weniger ist hier mehr!
Kann ich die Spitzbuben einfrieren?
Ja, am besten ungefüllt. Backe die Plätzchen, lass sie abkühlen und friere sie in einem Gefrierbeutel ein. Sie halten sich bis zu 3 Monate. Zum Servieren taust du sie auf, füllst sie mit Gelee und bestäubst sie mit Puderzucker. So hast du immer frische Spitzbuben parat – perfekt für Weihnachten oder wenn plötzlich Besuch kommt!
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Einfache Spitzbuben mit Johannisbeergelee – bestes Rezept in 30 Minuten
Diese einfachen Spitzbuben mit Johannisbeergelee sind in nur 30 Minuten fertig und schmecken wie vom Bäcker. Der buttrige Mürbeteig und die fruchtig-säuerliche Füllung machen sie zum perfekten Gebäck für jede Gelegenheit.
- Prep Time: 10 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 30 Minuten
- Yield: 25 Stück 1x
- Category: Kekse / Plätzchen
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405)
- 125 g kalte Butter
- 70 g Puderzucker
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
- 150 g Johannisbeergelee
- 1 EL Wasser
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Instructions
- Mehl und kalte Butter in Würfeln in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) auf niedriger Stufe zu einer krümeligen Masse verarbeiten.
- Puderzucker, Eigelb, Salz und Vanilleextrakt hinzufügen und kurz auf mittlerer Stufe zu einem glatten Teig kneten. Nicht zu lange kneten.
- Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 20 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen.
- Johannisbeergelee mit 1 EL Wasser glatt rühren und kurz erwärmen (Mikrowelle: 20 Sekunden bei 600 Watt).
- Arbeitsfläche leicht bemehlen, Teig gleichmäßig 3-4 mm dick ausrollen.
- Mit einer runden Ausstechform (ca. 4-5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen Form ein Fenster ausstechen.
- Plätzchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
- Im vorgeheizten Ofen 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind.
- Plätzchen 2-3 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Die unteren Hälften (ohne Fenster) dünn mit dem vorbereiteten Gelee bestreichen.
- Deckel (mit Fenster) vorsichtig auf die bestrichenen Böden setzen und leicht andrücken.
- Fertige Spitzbuben mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Der Teig sollte nur kurz geknetet werden, damit er zart bleibt. Die Butter muss kalt sein. Die Plätzchen sind fertig, wenn sie hell sind und die Ränder leicht goldbraun werden. Das Gelee sollte lauwarm sein, nicht heiß. Die Spitzbuben schmecken am zweiten Tag noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 110
- Sugar: 7
- Sodium: 30
- Fat: 6
- Saturated Fat: 3.5
- Carbohydrates: 13
- Fiber: 0.5
- Protein: 1
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