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Michelle Bell

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Gemütliche Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung: Einfach backen

Ready In 90 Minuten
Servings 20 Plätzchen
Difficulty Medium

Meine Patentante fragte mich letztes Jahr, ob man nicht einfach die Marmelade in Linzer Plätzchen durch Sanddorn ersetzen könnte. Ich begann, eine Erklärung zu improvisieren – dann hielt ich inne. Vielleicht hatte sie recht.

Ehrlich gesagt, ich war skeptisch. Sanddornbeeren sind diese kleinen, säuerlichen Orangenpunkte, die man sonst eher in Smoothies oder Tees findet. In meinem Kopf war Linzer Plätzchen gleichbedeutend mit süßer Johannisbeer- oder Himbeermarmelade. Aber meine Patentante liebt es, mit Aromen zu experimentieren – sie ist die Art von Person, die Lavendel in Schokolade mischt und damit durchkommt.

Also stand ich da, an einem Dienstagabend, mit einer Tüte Sanddornpulver in der Hand (ja, Pulver – die frischen Beeren sind saisonal und manchmal schwer zu finden). Der erste Versuch war eine Katastrophe, das muss ich zugeben. Der Teig war zu trocken, die Füllung zu flüssig, und die Sterne auf den Plätzchen sahen aus, als hätte ein Kleinkind sie ausgestochen.

Aber beim zweiten Mal – und das ist der Moment, den ich nie vergessen werde – als ich das erste Plätzchen aus dem Ofen holte und die goldene Kruste durch das Sternfenster schimmerte, wusste ich, dass meine Patentante mal wieder recht gehabt hatte. Der Sanddorn brachte diese unglaubliche, fast zitrusartige Frische in das Gebäck, die perfekt mit dem süßen Mürbeteig harmonierte.

Vielleicht geht es dir ja ähnlich – du hast ein Rezept, das du seit Jahren genau so machst, und jemand schlägt eine winzige Änderung vor, die deine gesamte Backroutine auf den Kopf stellt. Genau so entstanden diese gemütlichen Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung und Sternfenster. Sie sind jetzt mein absolutes Lieblingsrezept für die Adventszeit, und ich backe sie jedes Jahr mindestens dreimal.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

Diese Linzer Plätzchen sind nicht einfach nur ein weiteres Weihnachtsrezept. Sie sind das Ergebnis von stundenlangem Experimentieren und dem Mut, Traditionen ein kleines bisschen zu verbiegen. Ich habe sie mindestens fünfmal gebacken, bevor ich das perfekte Verhältnis von Teig zu Füllung gefunden hatte.

  • Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nur 30 Minuten kühlen. Perfekt für spontane Backabende, wenn die Lust auf Weihnachtsgebäck plötzlich zuschlägt.
  • Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Backzutaten. Mehl, Butter, Zucker, Eier – das hast du bestimmt zu Hause. Sanddornpulver bekommst du inzwischen in fast jedem Supermarkt oder online.
  • Perfekt für gemütliche Abende: Diese Plätzchen schmecken am besten, wenn es draußen kalt ist und du eine Tasse Tee in der Hand hältst. Sie sind der Inbegriff von Hygge auf dem Teller.
  • Garantiert ein Hingucker: Die Sternfenster machen jedes Blech zu einem Kunstwerk. Kinder lieben es, die kleinen Sterne auszustechen, und Erwachsene staunen über die Liebe zum Detail.
  • Unvergesslich lecker: Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig und der leicht säuerlichen Sanddornfüllung ist einfach himmlisch. Ich schwöre, du wirst nach dem ersten Bissen süchtig sein.

Was diese Plätzchen von anderen Linzer Plätzchen unterscheidet, ist die Sanddornfüllung. Sie ist nicht so süß wie herkömmliche Marmelade, sondern hat diese erfrischende, fast belebende Säure, die perfekt mit dem süßen Teig kontrastiert. Ich habe das Rezept mit verschiedenen Mehlsorten getestet – Dinkelmehl funktioniert übrigens auch hervorragend – und mit unterschiedlichen Füllungen experimentiert. Aber die Sanddorn-Variante bleibt mein absoluter Favorit.

Diese Plätzchen sind nicht nur gut – sie sind die Art von Gebäck, bei der du nach dem ersten Bissen die Augen schließt. Sie sind Komfortessen in seiner schönsten Form: wärmend, nostalgisch und mit einer Prise Abenteuer.

Was du an Zutaten brauchst

Dieses Rezept verwendet einfache, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten, die zusammen ein Geschmackserlebnis schaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile. Die meisten davon hast du wahrscheinlich schon in deiner Vorratskammer.

Für den Mürbeteig

  • 250 g Mehl (Type 405): Das klassische Weizenmehl sorgt für die perfekte Konsistenz. Ich habe auch Dinkelmehl (Type 630) getestet – das gibt einen leicht nussigen Geschmack, der wunderbar zum Sanddorn passt.
  • 125 g kalte Butter, in Würfeln: Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht schön mürbe. Ich nehme am liebsten die Marke Kerrygold oder eine gute deutsche Markenbutter.
  • 80 g Puderzucker: Puderzucker macht den Teig feiner und zarter als normaler Zucker. Du kannst auch braunen Zucker verwenden, dann werden die Plätzchen etwas karamelliger.
  • 1 Ei (Größe M): Das Ei bindet den Teig. Nimm es am besten eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur hat.
  • 1 Prise Salz: Klingt unwichtig, aber Salz hebt den Geschmack aller anderen Zutaten hervor. Verwende feines Meersalz.
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote: Vanille rundet die Säure des Sanddorns perfekt ab. Ich bevorzuge echte Vanilleschoten, aber Extrakt tut es auch.
  • Optional: 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse: Das gibt dem Teig eine zusätzliche nussige Note. Ich habe beide Varianten ausprobiert – Mandeln sind subtiler, Haselnüsse kräftiger.

Für die Sanddornfüllung

Linzer Plätzchen mit Sanddorn preparation steps

  • 150 g Sanddornpulver oder 200 ml Sanddornsaft: Sanddornpulver ist konzentrierter und ergibt eine intensivere Füllung. Wenn du Saft verwendest, musst du ihn vorher etwas einkochen lassen, damit die Füllung nicht zu flüssig wird.
  • 50 g Gelierzucker (2:1): Der Gelierzucker sorgt dafür, dass die Füllung schön fest wird und nicht aus den Plätzchen läuft. Du kannst auch normalen Zucker verwenden, dann wird die Füllung etwas weicher.
  • Saft einer halben Zitrone: Die Zitrone unterstreicht die fruchtige Säure des Sanddorns. Achte darauf, frische Zitronen zu verwenden – der Saft aus der Flasche schmeckt einfach nicht so gut.
  • 1 TL Speisestärke: Falls die Füllung doch zu flüssig sein sollte, hilft die Stärke, sie zu binden. Ich gebe sie meist erst am Ende dazu, wenn ich sehe, wie dickflüssig die Masse ist.

Zum Bestäuben und Verzieren

  • Puderzucker zum Bestäuben: Der klassische weiße Schnee auf den Plätzchen. Ich siebe den Puderzucker immer durch ein feines Netz, damit keine Klümpchen entstehen.
  • Optional: 1 Eigelb zum Bestreichen: Wenn du die Plätzchen glänzend haben möchtest, bestreiche die Ränder vor dem Backen mit verquirltem Eigelb.

Substitutionstipp: Für eine vegane Variante kannst du die Butter durch Margarine ersetzen und das Ei durch 2 EL Apfelmus oder einen Leinsamen-Ei-Ersatz (1 EL Leinsamen gemahlen + 3 EL Wasser). Die Konsistenz wird etwas anders, aber die Plätzchen schmecken immer noch fantastisch.

Welche Küchengeräte du brauchst

Für dieses Rezept brauchst du keine ausgefallene Spezialausrüstung. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon in deiner Küche.

  • Eine große Rührschüssel: Ich benutze eine aus Edelstahl, weil sie kühl bleibt und der Teig nicht so schnell warm wird.
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine: Der Teig lässt sich zwar auch von Hand kneten, aber mit dem Rührgerät geht es schneller und gleichmäßiger. Meine Küchenmaschine von KitchenAid ist hier Gold wert.
  • Frischhaltefolie: Zum Einwickeln des Teigs, bevor er in den Kühlschrank kommt. Alternativ kannst du auch einen Gefrierbeutel verwenden.
  • Nudelholz: Ein klassisches Holz-Nudelholz reicht völlig aus. Ich habe mir letztes Jahr ein ausziehbares Nudelholz mit verstellbaren Ringen gekauft – das ist perfekt, um den Teig gleichmäßig dick auszurollen.
  • Ausstechformen: Du brauchst eine runde Form (ca. 5-6 cm Durchmesser) für die Basis und eine kleine Sternform (ca. 2-3 cm) für das Fenster. Ich habe meine Sternformen von einem Weihnachtsmarkt – sie sind aus Kupfer und halten ewig.
  • Backblech mit Backpapier: Ein gutes, schweres Backblech verteilt die Hitze gleichmäßiger. Ich schwöre auf Backpapier von Backpapierrollen – die vorgeschnittenen Blätter sind mir zu teuer.
  • Kuchengitter: Zum Abkühlen der Plätzchen. Ohne Gitter werden sie unten feucht – glaub mir, ich habe den Fehler gemacht.
  • Feines Sieb: Zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein Teesieb tut es auch, wenn du kein großes hast.

Wenn du keine Sternausstechform hast, kannst du auch einen kleinen runden Ausstecher oder sogar einen Strohhalm verwenden, um kleine Löcher zu machen. Oder du schneidest die Sterne vorsichtig mit einem kleinen Messer aus – das ist zwar aufwendiger, sieht aber besonders schön aus.

Die Zubereitung Schritt für Schritt

Jetzt wird es spannend! Ich zeige dir genau, wie diese gemütlichen Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung und Sternfenster gelingen. Keine Sorge, es ist einfacher, als es aussieht.

Schritt 1: Der Mürbeteig (15 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit)

Gib das Mehl, den Puderzucker, das Salz und die gemahlenen Nüsse (falls du sie verwendest) in eine große Schüssel. Vermische alles kurz mit einem Löffel. Dann gib die kalten Butterwürfel dazu und verknete alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder deinen Händen zu einer krümeligen Masse. Es soll aussehen wie feuchter Sand.

Füge das Ei und den Vanilleextrakt hinzu und knete weiter, bis ein glatter Teig entsteht. Aber Vorsicht: Knete nicht zu lange, sonst wird der Teig zäh. Sobald der Teig zusammenhält, hör auf. Wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Ich lasse ihn oft eine Stunde ruhen – das macht ihn noch geschmeidiger.

Mein Tipp: Wenn der Teig beim Ausrollen bröckelt, ist er zu kalt. Lass ihn dann 5 Minuten bei Zimmertemperatur stehen. Bröckelt er immer noch, hast du vielleicht zu wenig Ei verwendet – dann gib einen Esslöffel kaltes Wasser dazu.

Schritt 2: Die Sanddornfüllung (10 Minuten)

Während der Teig kühlt, bereitest du die Füllung vor. Gib das Sanddornpulver (oder den Sanddornsaft) zusammen mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in einen kleinen Topf. Erhitze alles bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren, bis der Zucker geschmolzen ist.

Lass die Mischung dann etwa 3-4 Minuten köcheln, bis sie eindickt. Wenn du Saft verwendet hast, kann das etwas länger dauern. Rühre die Speisestärke mit einem Esslöffel kaltem Wasser glatt und gib sie dazu, falls die Füllung noch zu flüssig ist. Nimm den Topf vom Herd und lass die Füllung vollständig abkühlen. Sie wird beim Abkühlen noch etwas fester.

Achtung: Die heiße Füllung ist brandheiß! Ich habe mir einmal die Finger verbrannt, weil ich ungeduldig war. Lass sie wirklich komplett abkühlen, bevor du sie auf die Plätzchen gibst.

Schritt 3: Den Teig ausrollen und ausstechen (20 Minuten)

Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 4-5 mm dick aus. Wenn du ein ausziehbares Nudelholz hast, stell die Ringe auf 5 mm ein – das ist die perfekte Dicke.

Jetzt kommt der lustige Teil: Steche mit der runden Form so viele Kreise wie möglich aus. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Aus der Hälfte der Kreise stichst du mit der Sternform die Mitte aus – das werden die Deckel mit dem Fenster. Die kleinen Sterne kannst du übrigens separat backen (sie brauchen nur 5-6 Minuten) und als Dekoration verwenden.

Mein Tipp: Wenn der Teig beim Ausstechen kleben bleibt, tauche die Ausstechform kurz in Mehl. Und arbeite zügig – je wärmer der Teig wird, desto schwieriger ist er zu handhaben.

Schritt 4: Backen (10-12 Minuten)

Backe die Plätzchen auf der mittleren Schiene für 10-12 Minuten. Sie sollen hell bleiben und nur an den Rändern ganz leicht goldbraun werden. Die Unterseite sollte ebenfalls goldbraun sein – schau am besten nach 10 Minuten nach.

Lass die Plätzchen nach dem Backen 2 Minuten auf dem Blech ruhen, dann hebe sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter. Die Deckel mit dem Sternfenster und die kleinen Sterne kommen separat auf das Gitter.

Warnung: Die Plätzchen sind direkt nach dem Backen noch sehr weich und brechen leicht. Sei geduldig und lass sie vollständig auskühlen, bevor du sie weiterverarbeitest. Ich habe schon einige zerbrochene Plätzchen gegessen, weil ich zu ungeduldig war.

Schritt 5: Zusammensetzen (15 Minuten)

Wenn alle Plätzchen vollständig abgekühlt sind, bestäubst du die Deckel mit dem Sternfenster großzügig mit Puderzucker. Du kannst den Puderzucker durch ein feines Sieb streuen – das sieht aus wie frischer Schnee.

Nun nimmst du einen Teelöffel der abgekühlten Sanddornfüllung und gibst sie auf die Mitte der unteren Plätzchenhälften. Verteile die Füllung vorsichtig, aber lass einen kleinen Rand frei – etwa 5 mm. Setze dann den bestäubten Deckel darauf und drücke ihn leicht an. Die Füllung sollte durch das Sternfenster schimmern.

Mein Tipp: Nicht zu viel Füllung verwenden! Ein gehäufter halber Teelöffel reicht pro Plätzchen. Sonst quillt die Füllung beim Zusammendrücken an den Seiten heraus. Und das sieht zwar lecker aus, macht aber eine Sauerei.

Tipps und Tricks für perfekte Linzer Plätzchen

Nachdem ich dieses Rezept bestimmt ein Dutzend Mal gebacken habe (und dabei auch einige Fehler gemacht habe), teile ich hier meine besten Tipps mit dir.

Der Teig muss kalt bleiben

Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn der Teig warm wird, wird er klebrig und lässt sich nicht mehr sauber ausstechen. Arbeite deshalb schnell und lege den Teig zwischendurch immer wieder für 5-10 Minuten in den Kühlschrank. Ich rolle den Teig oft in zwei Portionen aus und lasse die zweite Hälfte im Kühlschrank, während ich mit der ersten arbeite.

Die richtige Dicke finden

Zu dünn ausgerollte Plätzchen brechen leicht, zu dicke werden nicht schön mürbe. 4-5 mm ist ideal. Wenn du kein ausziehbares Nudelholz hast, kannst du zwei gleich dicke Holzstäbe oder Lineale neben den Teig legen und das Nudelholz darauf führen. Das klingt kompliziert, funktioniert aber perfekt.

Das Sternfenster nicht zu klein machen

Ich habe anfangs zu kleine Sterne ausgestochen – die Füllung war kaum zu sehen. Der Stern sollte mindestens 2 cm Durchmesser haben, damit die Füllung schön zur Geltung kommt. Und wenn du verschiedene Sternformen hast, probier sie alle aus! Jeder Stern sieht anders aus und macht die Plätzchen einzigartig.

Die Füllung richtig dosieren

Weniger ist mehr. Ich habe schon Plätzchen gehabt, bei denen die Füllung an den Seiten herausgequollen ist – das sieht nicht schön aus und klebt beim Aufbewahren. Ein halber Teelöffel pro Plätzchen ist perfekt. Und die Füllung sollte wirklich komplett abgekühlt sein, sonst weicht sie den Teig auf.

Nicht zu lange backen

Linzer Plätzchen sollen hell bleiben. Wenn sie zu dunkel werden, schmecken sie verbrannt und werden trocken. Nimm sie aus dem Ofen, sobald die Ränder anfangen, sich leicht zu verfärben. Die Unterseite sollte goldbraun sein – das ist der beste Indikator.

Variationen und Anpassungen

Dieses Rezept ist unglaublich vielseitig. Hier sind einige meiner liebsten Abwandlungen:

Vegane Variante

Ersetze die Butter durch Margarine und das Ei durch 2 EL Apfelmus oder einen Leinsamen-Ei-Ersatz (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Die Plätzchen werden etwas weniger mürbe, aber sie schmecken trotzdem fantastisch. Ich habe diese Variante für eine Freundin mit Laktoseintoleranz entwickelt und sie war begeistert.

Glutenfreie Variante

Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (ich empfehle die von Schär oder eine selbst gemischte aus Reismehl, Maisstärke und Kartoffelmehl). Der Teig wird etwas bröseliger, also arbeite vorsichtig. Füge einen Teelöffel Xanthan hinzu, um die Bindung zu verbessern.

Andere Füllungen

Sanddorn ist mein Favorit, aber du kannst auch andere Füllungen ausprobieren. Klassische Johannisbeermarmelade, Himbeermarmelade oder sogar eine salzige Karamellfüllung passen wunderbar. Im Sommer habe ich einmal frische Erdbeermarmelade verwendet – das war ein Traum!

Gewürze im Teig

Füge dem Teig einen halben Teelöffel Zimt, Kardamom oder Lebkuchengewürz hinzu. Das gibt den Plätzchen eine weihnachtliche Note, die perfekt zur Sanddornfüllung passt. Ich habe auch schon eine Prise Cayennepfeffer ausprobiert – das klingt verrückt, aber die leichte Schärfe harmoniert überraschend gut mit der Säure.

Schoko-Variante

Ersetze 30 g Mehl durch 30 g Backkakao. Der Schokoteig mit der Sanddornfüllung ist eine unglaubliche Kombination – süß, sauer und bitter in perfekter Balance. Meine Nichte liebt diese Variante über alles.

Tipps zum Servieren und Aufbewahren

Diese Plätzchen schmecken am besten, wenn sie einen Tag durchgezogen sind. Die Aromen verbinden sich dann perfekt.

Servieren

Serviere die Plätzchen bei Zimmertemperatur. Sie passen wunderbar zu einer Tasse Glühwein, Punsch oder einem milden Chai-Tee. Ich stelle sie immer auf einer schönen Platte an – die goldenen Sterne und der weiße Puderzucker sehen einfach bezaubernd aus. Für Weihnachtsfeiern lege ich sie in kleine Cellophantüten und verschenke sie – das kommt immer gut an.

Aufbewahren

In einer luftdichten Dose halten sich die Plätzchen bei Zimmertemperatur etwa 2-3 Wochen. Wichtig: Lege sie nicht in den Kühlschrank! Dort werden sie feucht und verlieren ihre Mürbheit. Wenn du sie länger aufbewahren möchtest, friere die ungefüllten Plätzchenhälften ein. Die gefüllten Plätzchen kannst du auch einfrieren, aber die Füllung kann etwas wässrig werden.

Einfrieren

Lege die ungefüllten, gebackenen Plätzchenhälften in einen Gefrierbeutel. Sie halten sich so bis zu 3 Monate. Zum Servieren taust du sie auf, bestäubst die Deckel mit Puderzucker und setzt sie mit der Füllung zusammen. So hast du immer frische Plätzchen, auch wenn der Backofen mal ausfällt.

Flavorentwicklung

Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag am besten. Die Aromen von Sanddorn und Vanille verbinden sich dann perfekt mit dem Mürbeteig. Ich backe sie deshalb oft zwei Tage vor dem geplanten Verzehr – dann sind sie auf dem Höhepunkt ihres Geschmacks.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Diese Plätzchen sind ein Genussmittel, aber sie haben auch einige gesundheitliche Vorteile, die dich vielleicht überraschen.

Nährwerte pro Plätzchen (ca. 20 Stück)

  • Kalorien: ca. 120 kcal
  • Kohlenhydrate: 15 g
  • Fett: 6 g
  • Eiweiß: 2 g
  • Ballaststoffe: 1 g

Gesundheitliche Vorteile des Sanddorns

Sanddornbeeren sind wahre Nährstoffbomben. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und sind reich an Vitamin E, Beta-Carotin und Omega-7-Fettsäuren. Diese Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem, fördern die Hautgesundheit und wirken entzündungshemmend. Ich liebe es, dass meine Weihnachtsplätzchen nicht nur lecker, sondern auch ein kleines bisschen gesund sind.

Allergene

Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Wenn du Nüsse verwendest, kommen noch Mandeln oder Haselnüsse dazu. Für Allergiker gibt es die oben genannten veganen und glutenfreien Varianten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich die Sanddornfüllung durch etwas anderes ersetzen?

Ja, absolut! Du kannst jede Art von Marmelade oder Konfitüre verwenden. Klassisch sind Johannisbeere oder Himbeere, aber auch Aprikose oder Pflaume passen wunderbar. Ich habe sogar schon eine salzige Karamellfüllung ausprobiert – das war der absolute Hit auf der letzten Weihnachtsfeier.

Warum wird mein Teig bröckelig?

Das kann mehrere Ursachen haben. Entweder ist der Teig zu trocken (dann gib einen Esslöffel kaltes Wasser dazu) oder zu warm (dann hilft eine längere Kühlzeit). Manchmal liegt es auch an der Mehlsorte – Dinkelmehl bindet weniger Feuchtigkeit als Weizenmehl. Wenn du Dinkelmehl verwendest, reduziere die Menge um etwa 10 %.

Kann ich die Plätzchen auch ohne Sternfenster backen?

Klar, du kannst auch einfach runde Plätzchen backen und sie mit Füllung zusammensetzen. Das Sternfenster ist aber der absolute Hingucker und macht die Plätzchen zu etwas Besonderem. Wenn du keine Sternform hast, probiere andere Formen aus – Herzen, Monde oder Tannenbäume sehen auch wunderschön aus.

Wie verhindere ich, dass die Füllung ausläuft?

Das Wichtigste ist, dass die Füllung richtig eingekocht ist. Sie sollte dickflüssig sein, bevor du sie auf die Plätzchen gibst. Lass sie komplett abkühlen – warme Füllung läuft garantiert aus. Und verwende nicht zu viel: Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig.

Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?

Ja, das ist sogar ideal! Der Teig kann über Nacht im Kühlschrank ruhen. Wickle ihn gut in Frischhaltefolie, damit er nicht austrocknet. Nimm ihn dann 10 Minuten vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird. Der Geschmack wird durch die längere Ruhezeit sogar noch intensiver.

Fazit

Diese gemütlichen Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung und Sternfenster sind mehr als nur ein Rezept – sie sind eine Einladung, in der Küche kreativ zu sein und Traditionen neu zu interpretieren. Ich liebe es, wie die säuerliche Frische des Sanddorns den süßen Mürbeteig durchbricht und jedes Plätzchen zu einem kleinen Kunstwerk macht.

Probier es aus und hab keine Angst vor Fehlern. Vielleicht entdeckst du dabei eine neue Lieblingskombination oder eine Technik, die dir besser gefällt. Backen ist schließlich auch ein Abenteuer. Und wenn du deine Kreationen mit mir teilen möchtest – ich freue mich über jedes Foto und jede Geschichte in den Kommentaren!

Also, ran an die Schüsseln und los geht’s. Deine Küche riecht bald nach Vanille, Butter und einem Hauch von Weihnachtszauber. Und glaub mir: Wenn du diese Plätzchen zum ersten Mal aus dem Ofen holst und das goldene Sternfenster durch den Puderzucker schimmert, wirst du wissen, warum sich jede Minute gelohnt hat.

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Linzer Plätzchen mit Sanddorn recipe

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Gemütliche Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung

Diese Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Füllung und Sternfenster sind das perfekte Weihnachtsgebäck. Der buttrige Mürbeteig und die erfrischend säuerliche Sanddornfüllung ergeben eine himmlische Kombination.

  • Author: Lena
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 7 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 20 Plätzchen 1x
  • Category: Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Österreichisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405) (ca. 2 Tassen)
  • 125 g kalte Butter, in Würfeln (ca. 1/2 Tasse)
  • 80 g Puderzucker (ca. 2/3 Tasse)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
  • 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (optional) (ca. 1/2 Tasse)
  • 150 g Sanddornpulver (ca. 1 1/4 Tassen) oder 200 ml Sanddornsaft (ca. 3/4 Tasse + 2 EL)
  • 50 g Gelierzucker (2:1) (ca. 1/4 Tasse)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Speisestärke
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • 1 Eigelb zum Bestreichen (optional)

Instructions

  1. Mehl, Puderzucker, Salz und gemahlene Nüsse (falls verwendet) in einer großen Schüssel vermischen. Kalte Butterwürfel dazugeben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder den Händen zu einer krümeligen Masse verkneten.
  2. Ei und Vanilleextrakt hinzufügen und weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange kneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten (besser 1 Stunde) kühlen.
  3. Während der Teig kühlt, Sanddornpulver (oder -saft) mit Gelierzucker und Zitronensaft in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Mischung eindickt. Falls nötig, Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und unterrühren. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.
  4. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche 4-5 mm dick ausrollen.
  5. Mit einer runden Ausstechform (ca. 5-6 cm Durchmesser) Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen Sternform (ca. 2-3 cm) die Mitte ausstechen.
  6. Plätzchen auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis sie hell sind und die Ränder leicht goldbraun werden. 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen.
  7. Die Deckel mit Sternfenster großzügig mit Puderzucker bestäuben.
  8. Einen halben Teelöffel der abgekühlten Sanddornfüllung auf die Mitte der unteren Plätzchenhälften geben, einen kleinen Rand frei lassen. Den bestäubten Deckel darauf setzen und leicht andrücken.

Notes

Der Teig muss kalt bleiben, damit er sich gut verarbeiten lässt. Die Füllung sollte vollständig abgekühlt sein, bevor sie auf die Plätzchen gegeben wird. Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag am besten.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 120
  • Sugar: 8
  • Sodium: 50
  • Fat: 6
  • Saturated Fat: 3.5
  • Carbohydrates: 15
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Linzer Plätzchen, Sanddorn, Weihnachtsplätzchen, Mürbeteig, Sternfenster, einfach backen

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