Der Kaffeeklatsch bei meiner Tante stand in genau vier Stunden an und ich hatte – mal wieder – komplett vergessen, etwas mitzubringen. Jeder in der Familie bringt immer etwas Selbstgebackenes mit, und meine Cousine ist bekannt für ihre aufwendigen, dreistöckigen Torten, die aussehen wie aus einer Patisserie. Ich stand in meiner Küche, die Vorratsschränke gähnend leer bis auf eine Tüte Haselnüsse, ein paar Tafeln Zartbitterschokolade und ein Päckchen Butter. Keine Sahne, keine Eier in rauen Mengen, nichts Kompliziertes. Ich dachte mir: „Okay, Nussecken sind klassisch, aber die sind doch normalerweise eine Kalorienbombe?“ An genau diesem Tag, mit genau diesen Zutaten, entstand dieses Rezept für leichte Nussecken – und rate mal, was passiert ist? Meine Tante hat mich später zur Seite gezogen und geflüstert: „Das Rezept musst du mir geben, die waren besser als die von der Konditorei.“ Ich hab nur grinsen müssen, denn ich hatte wirklich nichts Besonderes erwartet. Vielleicht kennst du das ja – wenn man unter Druck steht und das Einfachste plötzlich zum Hit wird. Dieses Rezept ist seitdem mein Geheimtipp für alle, die den vollen Nussecken-Geschmack wollen, ohne sich danach schwer zu fühlen. Es ist, ehrlich gesagt, der Grund, warum ich nie wieder die „originale“ Version backe.
Warum du diese leichten Nussecken lieben wirst
Ich habe dieses Rezept über mehrere Monate hinweg immer wieder getestet, denn ich wollte den perfekten Kompromiss finden. Die Nussecken sollten knusprig sein, aber nicht trocken. Süß, aber nicht klebrig. Und vor allem: Sie sollten sich anfühlen wie ein echtes Stück Kuchen, nicht wie ein Diät-Keks, der nach Pappe schmeckt. Das hier ist das Endergebnis – und ich bin richtig stolz darauf.
- Schnell & Einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt und die Nussecken sind in unter 30 Minuten im Ofen fertig. Perfekt für spontane Besuche oder wenn die Lust auf Süßes plötzlich zuschlägt.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine ausgefallenen Zutaten aus dem Spezialitätenladen. Mehl, Butter, Zucker, Haselnüsse und Schokolade – das hast du wahrscheinlich schon zu Hause. Ich schwöre auf die Zartbitterschokolade von Lindt oder Vivani, aber jede gute Marke tut es.
- Perfekt für den Kaffeetisch: Ob zum Sonntagskaffee, auf einem Büffet oder als Mitbringsel zu einer Feier – diese Nussecken sind immer der Star. Sie sehen aus wie aufwendig gemacht, sind aber so unkompliziert.
- Garantiert ein Publikumsliebling: Kinder lieben die Schokolade, Erwachsene den nussigen Biss. Ich habe noch niemanden getroffen, der nur eine gegessen hat.
- Unverschämt lecker: Der Teig ist buttrig und mürbe, die Nussmasse saftig und karamellig, und die Schokolade gibt den perfekten bitteren Kontrast. Es ist diese Kombination, die einen immer wieder zugreifen lässt.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet, ist die Menge an Butter und Zucker. Ich habe beides reduziert, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Statt einer schweren, fettigen Nussmasse verwende ich einen Trick mit etwas Milch und weniger Fett, der die Nüsse trotzdem schön saftig hält. Das ist nicht einfach eine „gesündere“ Version – das ist die bessere Version. Du wirst den Unterschied nicht schmecken, aber dein Bauch wird es dir danken. Es ist das Rezept, bei dem du nach dem zweiten Stück kein schlechtes Gewissen hast, sondern einfach nur glücklich bist.
Zutaten, die du brauchst
Dieses Rezept für leichte Nussecken lebt von seinen wenigen, aber qualitativ hochwertigen Zutaten. Ich erkläre dir kurz, warum jede Zutat wichtig ist und wie du sie ersetzen kannst, falls nötig.
Für den Mürbeteigboden:
- 250 g Mehl (Type 405): Das ist das Standard-Weizenmehl für einen feinen, mürben Teig. Du kannst auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann werden die Nussecken etwas nussiger im Geschmack und ein bisschen fester.
- 100 g Zucker: Ich nehme normalen Haushaltszucker. Brauner Zucker oder Kokosblütenzucker geben einen leichten Karamellgeschmack, verändern aber die Farbe des Teiges.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Selbstgemachter Vanillezucker ist natürlich am besten, aber gekaufter tut es auch. Einfach eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Glas Zucker legen – dann hast du immer welchen da.
- 1 Prise Salz: Unverzichtbar! Salz bringt die Süße und den Buttergeschmack erst richtig zur Geltung. Ich verwende Meersalz oder Fleur de Sel.
- 125 g kalte Butter: Die Butter muss kalt sein und in kleine Stücke geschnitten. Das ist der Trick für einen richtig mürben Boden. Ich nehme immer deutsche Markenbutter, weil sie einen höheren Fettgehalt hat. Margarine oder vegane Butter funktionieren auch, aber der Teig wird dann nicht ganz so zart.
- 1 Ei (Größe M): Das Ei bindet den Teig. Du kannst es durch 2 EL kaltes Wasser ersetzen, wenn du keine Eier essen möchtest. Der Teig wird dann etwas brüchiger, aber immer noch lecker.
Für die Nussmasse:

- 200 g gemahlene Haselnüsse: Achte darauf, dass sie nicht zu alt sind, sonst schmecken sie ranzig. Ich mahle meine Haselnüsse manchmal frisch im Mixer – das gibt ein intensiveres Aroma. Für eine Variante ohne Gluten kannst du auch gemahlene Mandeln nehmen.
- 80 g Zucker: Auch hier normaler Zucker. Du könntest die Hälfte durch Erythrit oder Xylit ersetzen, aber dann wird die Masse nicht so schön karamellig.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Für die feine Vanillenote.
- 100 ml Milch (3,5 % Fett): Die Milch macht die Nussmasse saftig, ohne dass man viel Fett braucht. Hafermilch oder Mandelmilch (ungesüßt) funktionieren auch, aber Vollmilch gibt den cremigsten Geschmack.
- 50 g weiche Butter: Die Butter sollte Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut mit den anderen Zutaten verbindet.
- 1 Ei (Größe M): Sorgt für die Bindung. Ohne Ei wird die Masse bröselig. Du kannst es durch 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser ersetzen (10 Minuten quellen lassen).
Für den Schokoladenüberzug:
- 150 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 % Kakao): Hier solltest du nicht sparen. Eine gute Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil gibt den perfekten Kontrast zur süßen Nussmasse. Ich verwende am liebsten die von Lindt Excellence 70 % oder eine fair gehandelte Schokolade von Gepa. Vollmilchschokolade ist auch möglich, dann werden die Nussecken aber insgesamt süßer.
- 1 EL Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl: Das Öl macht die Schokolade geschmeidiger und verhindert, dass sie nach dem Aushärten bricht. Kokosöl gibt einen ganz leichten, exotischen Touch, der aber nicht stört.
Benötigte Küchengeräte
Du brauchst keine ausgefallene Profi-Ausrüstung für diese leichten Nussecken. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in deiner Küche. Hier ist, was ich verwende und was du als Alternative nehmen kannst.
- Eine rechteckige Backform (ca. 30 x 20 cm) oder ein Backblech mit Rand: Ich schwöre auf meine alte, eckige Form von Keramik. Ein Blech aus Metall funktioniert genauso gut. Wichtig ist nur, dass es einen hohen Rand hat, damit die Nussmasse nicht ausläuft.
- Backpapier: Unverzichtbar, damit die Nussecken nicht kleben. Ich lege immer einen überlappenden Streifen ein, damit ich den fertigen Block später leicht aus der Form heben kann.
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät: Für den Mürbeteig. Du kannst den Teig aber auch sehr gut mit den Händen kneten. Es dauert dann nur etwas länger und die Hände werden butterig – aber das gehört ja irgendwie dazu!
- Ein Nudelholz: Zum gleichmäßigen Ausrollen des Teigs. Eine leere Flasche tut es im Notfall auch.
- Ein scharfes Messer oder ein Teigschaber: Zum Schneiden der noch warmen Nussecken. Ein grobes Messer kann den Teig zerreißen, also nimm ein scharfes. Ich benutze ein Wellenschliffmesser, das gibt eine schöne Kante.
- Ein kleines Kännchen oder ein Topf: Zum Schmelzen der Schokolade im Wasserbad. Du kannst die Schokolade auch vorsichtig in der Mikrowelle schmelzen (in 30-Sekunden-Intervallen, immer umrühren).
- Ein Kuchengitter: Zum Abkühlen der Nussecken. Wenn du sie auf einem Teller abkühlen lässt, wird die Unterseite feucht.
Eine Investition in eine gute Backform lohnt sich wirklich. Meine erste Form war ein billiges Blech, das sich im Ofen verzogen hat. Seit ich eine schwere, antihaftbeschichtete Form habe, backt alles viel gleichmäßiger.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte! Ich zeige dir ganz genau, wie du diese leichten Nussecken hinbekommst. Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Lies dir am besten alle Schritte einmal durch, bevor du loslegst.
Schritt 1: Der Mürbeteigboden
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Lege deine Backform mit Backpapier aus, sodass es an zwei Seiten übersteht – das ist deine „Hebehilfe“ später.
Gib das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz in eine große Schüssel. Schneide die kalte Butter in kleine Würfel und gib sie dazu. Jetzt kommt das Ei dazu. Verknete alles entweder mit den Händen oder mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Sobald sich alles zu einem Kloß verbunden hat, ist es perfekt.
Drücke den Teig mit den Fingern gleichmäßig in die vorbereitete Backform. Er sollte überall etwa 5 mm dick sein. Ich steche den Boden noch ein paar Mal mit einer Gabel ein, damit er beim Backen keine Blasen wirft. Dann ab damit für 15 Minuten in den Ofen. Der Boden sollte hell bleiben und nur leicht Farbe annehmen. Wenn er zu dunkel wird, wird er später hart.
Schritt 2: Die Nussmasse
Während der Boden vorbackt, bereitest du die Nussmasse zu. Das geht wirklich schnell. In einer mittelgroßen Schüssel verrührst du die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker, bis es eine cremige Masse ist. Das dauert etwa 2 Minuten mit dem Handrührer. Dann rührst du das Ei unter. Jetzt kommen die gemahlenen Haselnüsse und die Milch dazu. Alles gut verrühren, bis eine dicke, streichfähige Masse entsteht. Sie sollte nicht zu flüssig sein – wenn sie zu fest ist, gib noch einen Schuss Milch dazu.
Nimm den vorgebackenen Boden aus dem Ofen. Lass ihn kurz abkühlen, aber nicht ganz auskühlen. Verteile die Nussmasse gleichmäßig auf dem warmen Boden. Ein Teigschläger oder ein Löffelrücken hilft dabei, die Masse schön glatt zu streichen. Sie sollte den gesamten Boden bedecken. Dann backst du das Ganze für weitere 20–25 Minuten. Die Nussmasse soll goldbraun sein und leicht aufgehen. Der Duft in deiner Küche wird jetzt himmlisch sein – das ist der Moment, in dem die Nachbarn bestimmt anklopfen!
Schritt 3: Der Schnitt und die Schokolade
Das ist der wichtigste Schritt, bei dem ich früher oft Fehler gemacht habe. Nimm das Blech aus dem Ofen und lass es etwa 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen. Es muss noch warm sein, aber nicht mehr heiß. Jetzt schneidest du mit einem scharfen Messer die Nussecken in Rauten oder Rechtecke. Ich schneide sie immer in etwa 4 x 4 cm große Stücke. Die klassische Form ist die Raute – dazu schneidest du zuerst parallele Linien im Abstand von 4 cm und dann schräge Linien im gleichen Abstand. Das sieht später auf dem Teller einfach toll aus.
Lass die geschnittenen Nussecken jetzt vollständig auskühlen. Das dauert etwa 30–40 Minuten. In der Zwischenzeit kannst du die Schokolade vorbereiten. Zerbrich die Zartbitterschokolade in kleine Stücke und gib sie zusammen mit dem Kokosöl in eine hitzebeständige Schüssel. Setze die Schüssel auf einen Topf mit simmerndem Wasser (das Wasser darf die Schüssel nicht berühren). Rühre die Schokolade, bis sie geschmolzen und glatt ist. Nimm sie vom Herd.
Tauche die Unterseite jeder Nussecke in die geschmolzene Schokolade oder streiche die Schokolade mit einem Löffel auf die Unterseite. Ich finde, die klassische Methode ist das Eintauchen – so wird die Unterseite schön gleichmäßig. Lege die Nussecken mit der Schokoladenseite nach oben auf ein Kuchengitter oder ein Stück Backpapier. Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar gehackte Haselnüsse auf die noch feuchte Schokolade streuen. Das sieht hübsch aus und gibt extra Biss.
Lass die Schokolade vollständig aushärten. Am besten stellst du die Nussecken für 30 Minuten in den Kühlschrank, aber nicht länger, sonst wird die Schokolade matt.
Tipps & Tricks für perfekte Nussecken
Ich habe bei diesem Rezept so einige Male danebengegriffen, bevor es perfekt war. Hier sind meine besten Erkenntnisse, damit dir das nicht passiert.
- Der Teig darf nicht zu warm werden: Wenn du den Mürbeteig mit den Händen knetest und deine Hände sind warm, wird der Teig schnell klebrig und fettig. Dann werden die Nussecken hart. Arbeite so schnell wie möglich und kühle den Teig für 15 Minuten im Kühlschrank, wenn er zu weich wird.
- Die Nussmasse nicht zu dick auftragen: Ich habe einmal zu viel Nussmasse aufgetragen, weil ich dachte, mehr ist besser. Das Ergebnis war eine matschige, nicht durchgebackene Schicht. Die Masse sollte den Boden gleichmäßig bedecken, aber nicht höher als 1 cm sein.
- Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden: Das ist der häufigste Fehler. Schneidest du die Nussecken, wenn sie noch zu heiß sind, zerfallen sie. Schneidest du sie, wenn sie ganz kalt sind, bricht die Schokolade später. Die 10 Minuten Abkühlzeit nach dem Backen sind wirklich entscheidend.
- Schokolade richtig temperieren: Wenn du die Schokolade zu heiß werden lässt (über 45 °C), wird sie später grau und flockig. Schmelze sie lieber langsam im Wasserbad und nimm sie vom Herd, sobald sie fast geschmolzen ist. Die Restwärme erledigt den Rest.
- Multitasking ist dein Freund: Während der Boden vorbackt, bereitest du die Nussmasse zu. Während die Nussecken backen, räumst du schon mal die Küche auf. So hast du am Ende weniger Arbeit und die Nussecken sind schneller fertig.
Einmal habe ich die Nussmasse mit zu wenig Zucker gemacht, weil ich dachte, ich könnte noch mehr Kalorien sparen. Das Ergebnis war eine trockene, bröselige Masse, die nach nichts geschmeckt hat. Der Zucker ist hier nicht nur Süßungsmittel, sondern auch für die Textur und die Karamellisierung verantwortlich. Also: nicht zu viel daran herumexperimentieren, wenn du das erste Mal backst.
Variationen & Abwandlungen
Dieses Grundrezept für leichte Nussecken ist super vielseitig. Ich habe schon einige Varianten ausprobiert, und hier sind meine Favoriten.
- Vegane Variante: Ersetze die Butter im Teig durch vegane Margarine (z.B. Alsan) und das Ei durch 2 EL kaltes Wasser. Für die Nussmasse nimmst du vegane Margarine und ersetzt das Ei durch 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser. Die Milch kann durch Hafermilch ersetzt werden. Die Schokolade muss natürlich auch vegan sein – die meisten Zartbitterschokoladen sind es. Der Teig wird etwas brüchiger, aber mit Geduld klappt es.
- Glutenfreie Nussecken: Tausche das Weizenmehl gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus (z.B. von Schär oder Bauckhof). Achte darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst bröselt der Teig zu sehr. Du kannst auch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse mit etwas Stärke mischen. Der Boden wird dann etwas krümeliger, aber sehr lecker.
- Nüsse variieren: Statt Haselnüssen kannst du auch gemahlene Mandeln, Walnüsse oder eine Mischung aus allen nehmen. Ich habe einmal eine Version mit Pistazien gemacht – die war fantastisch, aber auch teurer. Für den Boden kannst du auch gehackte Nüsse in den Teig einarbeiten, das gibt extra Biss.
- Schokoladen-Variationen: Wenn du es milder magst, nimm Vollmilchschokolade. Für eine besondere Note eignet sich weiße Schokolade mit etwas Zitronenabrieb – das ist eine überraschend frische Kombination. Oder du bestreichst die Nussecken mit einer dünnen Schicht Orangenmarmelade unter der Schokolade, das gibt eine fruchtige Note.
- Gewürz-Nussecken: Gib einen Teelöffel Zimt oder eine Prise Kardamom in die Nussmasse. Das passt besonders gut in der Weihnachtszeit. Ich habe auch schon etwas Chili in die Schokolade gegeben – das ist für Mutige, aber es funktioniert erstaunlich gut.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit gerösteten Haselnüssen. Dazu röste ich die gemahlenen Haselnüsse vor der Verwendung in einer trockenen Pfanne kurz an, bis sie duften. Das gibt ein intensiveres, fast schokoladiges Aroma. Aber Vorsicht: Sie verbrennen schnell, also ständig rühren!
Servieren & Aufbewahren
Die leichten Nussecken schmecken am besten, wenn sie gut durchgekühlt sind – die Schokolade ist dann schön knackig und der Boden ist fest. Serviere sie auf einer schönen Platte oder in einer Keksdose. Sie sind der perfekte Begleiter zu einer Tasse Kaffee, einem Espresso oder einem Glas kalter Milch. Für Kindergeburtstage sind sie auch toll, weil sie nicht zu süß sind und die Schokolade alle lieben.
Aufbewahrung: Die Nussecken halten sich in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur etwa 1 Woche. Lege sie nicht in den Kühlschrank, sonst werden sie feucht. Wenn du sie länger aufbewahren möchtest, kannst du sie einfrieren. Dazu legst du sie am besten in einer Schicht in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Sie halten sich im Tiefkühler bis zu 3 Monate. Zum Auftauen legst du sie einfach bei Raumtemperatur für etwa 30 Minuten auf ein Kuchengitter. Die Schokolade kann dabei etwas beschlagen, aber das gibt sich.
Hinweis zur Haltbarkeit: Die Nussecken werden mit der Zeit etwas weicher, weil die Feuchtigkeit aus der Nussmasse in den Teig zieht. Das ist normal und nicht schlimm. Ich persönlich mag sie am zweiten Tag sogar noch lieber, weil die Aromen dann besser durchgezogen sind. Nach 4–5 Tagen werden sie aber langsam trocken – dann sind sie perfekt, um sie in Milch zu tunken!
Nährwertangaben & gesundheitliche Aspekte
Ich möchte hier nicht mit Kalorienangaben um mich werfen, denn Essen soll ja vor allem Freude machen. Aber da du dich für die „leichte“ Version interessierst, hier eine ungefähre Einschätzung pro Stück (bei 20 Stücken):
- Kalorien: ca. 150–170 kcal pro Nussecke
- Fett: ca. 10 g (davon gesättigte Fettsäuren: 4 g)
- Kohlenhydrate: ca. 15 g (davon Zucker: 9 g)
- Eiweiß: ca. 3 g
- Ballaststoffe: ca. 2 g
Im Vergleich zu klassischen Nussecken, die oft 250–300 kcal pro Stück haben, ist das eine deutliche Ersparnis. Das liegt vor allem an der reduzierten Buttermenge und dem Verzicht auf zusätzliches Fett in der Nussmasse. Haselnüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium – also durchaus gesunde Nüsse! Die Zartbitterschokolade enthält Antioxidantien, die gut für das Herz-Kreislauf-System sein können. Natürlich sind Nussecken immer noch ein Genussmittel, aber diese Version erlaubt es dir, ohne schlechtes Gewissen zwei Stücke zu essen, statt nur einem.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Milch), Eier, Nüsse (Haselnüsse) und Spuren von Schalenfrüchten. Für Allergiker gibt es die oben genannten veganen und glutenfreien Varianten.
Fazit – Warum du dieses Rezept sofort ausprobieren solltest
Ich bin ehrlich: Ich backe nicht oft, weil ich meistens keine Zeit habe und die Ergebnisse oft nicht meinen Erwartungen entsprechen. Aber dieses Rezept für leichte Nussecken hat mich wirklich überzeugt. Es ist unkompliziert, die Zutaten sind einfach und das Ergebnis ist jedes Mal aufs Neue überraschend lecker. Der Moment, wenn die geschmolzene Schokolade auf die warmen Nussecken trifft und dieser Duft durch die Küche zieht – das ist für mich purer Genuss.
Du kannst das Rezept ganz leicht an deine Vorlieben anpassen. Magst du es nussiger? Dann nimm mehr Haselnüsse. Liebst du Schokolade? Dann tauche die Ecken großzügig ein. Dieses Rezept ist wie eine leere Leinwand, auf der du dein eigenes Kunstwerk malen kannst. Ich würde mich riesig freuen, wenn du es ausprobierst und mir in den Kommentaren erzählst, wie es dir gelungen ist. Hast du eine besondere Variante entdeckt? Welche Nüsse hast du genommen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!
Also, ran an die Schürze und los geht’s. Ich verspreche dir, diese leichten Nussecken werden dein neuer Liebling für den Kaffeetisch. Und wenn deine Tante oder deine Kollegen nach dem Rezept fragen, dann denk an meine Geschichte zurück – und sag einfach: „Ach, das war nur so ein spontaner Einfall.“
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich die Nussecken auch ohne Ei backen?
Ja, das ist möglich. Für den Mürbeteig ersetzt du das Ei durch 2 EL kaltes Wasser. Für die Nussmasse nimmst du 1 EL gemahlene Leinsamen, die du mit 3 EL Wasser verrührst und 10 Minuten quellen lässt. Die Konsistenz wird dann etwas fester, aber es funktioniert gut.
Warum werden meine Nussecken immer zu hart?
Das liegt meistens am Mürbeteig. Wenn du den Teig zu lange knetest oder zu viel Mehl verwendest, wird er zäh. Achte auch darauf, dass die Butter wirklich kalt ist. Und backe den Boden nicht zu dunkel – er sollte nur hellbraun sein.
Kann ich die Nussmasse auch mit anderen Nüssen zubereiten?
Absolut! Mandeln, Walnüsse oder eine Mischung aus verschiedenen Nüssen sind super. Wenn du ganze Nüsse verwendest, hacke sie vorher fein. Ich mag eine Mischung aus Haselnüssen und Mandeln besonders gern.
Wie verhindere ich, dass die Schokolade nach dem Aushärten bricht?
Das passiert oft, wenn die Schokolade zu dick aufgetragen wird oder die Nussecken zu kalt sind. Tauche die Ecken nur kurz ein und lass die überschüssige Schokolade abtropfen. Ein kleiner Schuss Kokosöl in der Schokolade macht sie geschmeidiger und verhindert das Brechen.
Kann ich die Nussecken auch in einer runden Form backen?
Klar, das geht auch. Du brauchst dann eine Springform mit etwa 26 cm Durchmesser. Die Backzeit bleibt gleich. Nach dem Backen schneidest du die Nussecken wie einen Kuchen in Tortenstücke – das sieht auch sehr hübsch aus.
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Leichte Nussecken mit Zartbitterschokolade: Einfaches Rezept
Diese leichten Nussecken sind der perfekte Kompromiss aus knusprig, süß und leicht. Mit weniger Butter und Zucker als klassische Varianten, aber vollem Geschmack – ideal für den Kaffeetisch oder als Mitbringsel.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 35 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 20 Minuten (inkl. Abkühlzeit)
- Yield: 20 Stücke 1x
- Category: Dessert, Gebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405)
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 200 g gemahlene Haselnüsse
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 100 ml Milch (3,5 % Fett)
- 50 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 150 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 % Kakao)
- 1 EL Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl
Instructions
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Backform (ca. 30 x 20 cm) mit Backpapier auslegen, sodass es an zwei Seiten übersteht.
- Für den Mürbeteig: Mehl, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Würfeln und 1 Ei dazugeben. Alles zu einem glatten Teig verkneten (nicht zu lange kneten).
- Teig gleichmäßig in die Form drücken (ca. 5 mm dick). Mit einer Gabel mehrmals einstechen. 15 Minuten vorbacken – der Boden sollte hell bleiben.
- Für die Nussmasse: 50 g weiche Butter mit 80 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker cremig rühren (ca. 2 Minuten). 1 Ei unterrühren. Gemahlene Haselnüsse und Milch dazugeben und zu einer dicken, streichfähigen Masse verrühren.
- Vorgebackenen Boden kurz abkühlen lassen. Nussmasse gleichmäßig darauf verstreichen. Weitere 20–25 Minuten backen, bis die Masse goldbraun ist.
- Blech aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Noch warm in Rauten oder Rechtecke (ca. 4 x 4 cm) schneiden.
- Nussecken vollständig auskühlen lassen (ca. 30–40 Minuten).
- Schokolade in Stücke brechen und mit Kokosöl im Wasserbad schmelzen. Unterseite jeder Nussecke in die Schokolade tauchen oder mit einem Löffel bestreichen.
- Nussecken mit der Schokoladenseite nach oben auf ein Kuchengitter oder Backpapier legen. Nach Wunsch mit gehackten Haselnüssen bestreuen.
- Schokolade vollständig aushärten lassen (ca. 30 Minuten im Kühlschrank, aber nicht länger).
Notes
Der Teig darf nicht zu warm werden – bei Bedarf 15 Minuten kühlen. Die Nussmasse nicht dicker als 1 cm auftragen. Nussecken nach dem Backen genau 10 Minuten abkühlen lassen, bevor sie geschnitten werden. Schokolade langsam im Wasserbad schmelzen, nicht über 45 °C erhitzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Nussecke
- Calories: 150170
- Sugar: 9
- Sodium: 0.1
- Fat: 10
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 15
- Fiber: 2
- Protein: 3
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